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Evakuierungen auf Sylt

"Das DRK hatte einen Ersatz-Teddy parat"

16. August 2010 | 13:29 Uhr | Von Ulrike Bergmann

Westerlands Bürgermeisterin Petra Reiber lobte die Arbeit der Rettungskräfte. Foto: rtn

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Rettungskräfte und Gerettete ziehen Bilanz: Die Evakuierungen verliefen hervorragend. "Die geplante Übung können wir uns sparen", sagt Westerlands Bürgermeisterin Petra Reiber.

"Dies ist keine Übung!" Mit dieser Durchsage wurden die alle Gäste des Lindner Hotels Windrose in der Nacht zu Montag aus dem Schlaf geholt. Alle? Nein. Uta und Jürgen Krüger aus Berlin, die das Eckzimmer über dem Eingang bewohnten, trugen Ohropax, hörten weder Feueralarm noch die Aufforderungen, sofort die Zimmer zu räumen. In Bademänteln sitzt das Ehepaar in der Halle 28, Uta Krüger erzählt: "Ich bin aufgewacht, weil ich zur Toilette musste und habe dann gehört, dass die Feuerwehr von außen versuchte, unsere Zimmertür aufzumachen. Wir waren die letzten Gäste, die raus geholt wurden."

Feuerwehrleute streiften ihnen Atmenschutzmasken über und führten sie durch das verquamlte Treppenhaus: "Da waren aber schon Lüftungsgeräte aufgestellt."

Evakuierung gelobt

Da standen Heike Staatz, ihr Sohn Elias und Mutter Gisela schon im Regen vor dem Hotel: "Wir sind in Nachthemden auf die Straße gelaufen und haben da, ich weiß gar nicht von wem, Bademäntel und Hausschuhe bekommen." Per Bus wurden die Hotelgäste dann zur Halle 28 auf den Flughafen gebracht.

Die Evakuierung und anschließende Versorgung lobten am Montagmorgen alle auf dem Fliegerhorst untergebrachten Gäste. Jutta Schollmayer aus St. Peter Ording, die mit ihrer sechsjährigen Tochter Sophia in der Heim-Volkshochschule Klappholtal Ferien macht erzählt: "Wir haben hinter dem brennenden Wirtschaftsgebäude gwohnt und standen, als wir aus unserem Häuschen raus kamen im Rauch." Für ihre Tochter habe sie noch schnell Kleidung zusammengepackt, ihr Kuscheltier aber blieb in dem Häuschen zurück: "Darüber war Sophia erst traurig, aber das DRK hatte sogar einen Ersatz-Teddy für sie parat."

Neben den ohnehin vorbereiteten Schlafräumen hatten Rot-Kreuz-Helfer in der Halle 28 auch noch fünf Zelte aufgebaut, in denen jeweils um die zwölf Feldbetten standen. Ein Heizlüfter blies warme Luft in die Halle, an zwei marktähnlichen Ständen gab es Brötchen und Getränke... Bürgermeisterin Petra Reiber, die Montag vor Ort war, ist  wieder voll des Lobes für alle Einsatzkräfte von Feuerwehr bis DRK: "Von Kuscheltieren bis zu Hygieneartikeln gab es alles. Die Evakuireungsübung, die ich für dieses Jahr geplant hatte, können wir uns sparen."


 

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