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Schnee und Eis

Chaos am Abend und ein ruhiger Morgen

12. Januar 2010 | 10:05 Uhr | Von Peter Wüst / shz.de / dpa

Der Fahrer dieses Kleinlieferwagens war mit seinem Fahrzeug auf der A7 nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und hatte sich überschlagen. Einsätzkräfte der Wehr mussten den Eingeklemmten Mann aus dem Fahrzeug befreien. Der Fahrer wurde leicht verletzt. Foto: Sörensen

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Jetzt kam der Schnee auch in den hohen Norden: Rund um Flensburg gab es in der Nacht zahlreiche Unfälle. Auch im Kreis Stormarn krachte es heftig.

Die Nachwirkungen von Sturmtief "Daisy" haben in der Nacht zu Dienstag zu zahlreichen Unfällen in Schleswig-Holstein geführt. Besonders heftig war es im Süden und im äußersten Norden des Landes. Nachdem die Menschen in und um Flensburg die Auswirkungen des Sturmtiefs durch Überschwemmungen zu spüren bekamen, hatten sie es nun mit starken Schneefällen zu tun. Das führte rund um Flensburg zu zum Teil chaotischen Verhältnissen. Mehrere Zentimeter Neuschnee und Schneeverwehungen durch den starken Nordostwind haben innerhalb kürzester Zeit die Straßen spiegelglatt und die Situation unberechenbar gemacht.

Am Dienstagvormittag war es vor allem auf Nebenstrecken, aber auch auf Abschnitten der A 1 und auf mehreren Bundesstraßen stellenweise noch sehr glatt. Auf der B 76 stießen zwischen Kiel und Preetz zwei Personenwagen zusammen. Verletzt wurde niemand. Die Straße wurde für gut eine Stunde in beiden Richtungen gesperrt, so dass sich der Verkehr in dem Bereich staute.

Auf der A7 zwischen Flensburg und Tarp war am Abend schon ein Kleintransporter ins Schleudern geraten, von der Fahrbahn abgekommen und auf die Seite gestürzt. Der Fahrer war im Wagen eingeschlossen und wurde leicht verletzt durch Feuerwehrleute befreit. Ein weiterer Unfall ereignete sich auf der B199 nahe Flensburg: Hier war eine Frau mit einem Kleinwagen bei Schneeglätte von der Fahrbahn in einen Graben gerutscht. Die Fahrerin blieb unverletzt, der Wagen wurde schwer beschädigt.

Extreme Glätte im Süden des Landes

Extreme Straßenglätte herrschte im Süden des Landes. Auf der A1 bei Stapelfeld (Kreis Stormarn) verlor der Fahrer eines Lkw auf der spiegelglatten Fahrbahn die Kontrolle über sein Fahrzeug, so dass der Lastwagen nach rechts von der Autobahn geriet und in die Böschung rutschte. Die Fahrerkabine verkeilte sich im Gebüsch. Der Fahrer kam schwer verletzt ins Krankenhaus. Bei dem Unfall wurde der Tank des LKW aufgerissen, der Treibstoff geriet ins Erdreich. Um dessen Beseitigung kümmert sich jetzt der Umweltdienst.

Drei Autos verunglückten auf der Autobahn 7 bei Kaltenkirchen (Kreis Segeberg).

Auf der A 7 konnte der Fahrer eines Getränkelasters, der sich der Unfallstelle näherte, nicht mehr rechtzeitig bremsen und rammte einen unbesetzten Streifenwagen. Sein Fahrzeug kippte, wobei sich die Ladung über die Fahrbahn verteilte. Wegen der Bergungsarbeiten war die A 7 mehrere Stunden lang voll gesperrt.  "Der Streifenwagen hat nur noch Schrottwert", sagte der Sprecher der Polizei Neumünster Sönke Hinrichs.

Ruhiger Dienstagmorgen

Im Kreis Ostholstein kam es zur stundenlangen Vollsperrung einer Landstraße, nachdem ein Getreidelaster von der Fahrbahn abgekommen und im Schnee stecken geblieben war. Der Fahrer des Lastwagens verletzte sich dabei leicht, sagte ein Polizeisprecher in Eutin.

Für den Dienstagmorgen meldete die Regionalleitstelle in Harrislee für den Norden des Landes noch keine besonderen Vorkommnisse: "Keinerlei Meldungen über Beeinträchtigungen", hieß es. Auch für Stormarn und die anderen Landesteile lagen am Morgen keine neuen Meldungen vor, hieß es aus dem Lagezentrum in Kiel auf Anfrage von shz.de.


 

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