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Feuer

Großbrand im Freilichtmuseum Molfsee

03. Januar 2010 | 13:50 Uhr | Von shz.de

Spaziergänger hatten eine kleine Rauchfahne an dem 200 Jahre alten Stallgebäude des Freilichtmuseums entdeckt.

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Ein Feuer hat am Sonntag im Freilichtmuseum Molfsee (Kreis Rendsburg-Eckernförde) einen historischen Stall zerstört. Verletzt wurde niemand. Einige Schafe seien aber ums Leben gekommen.

Ein Feuer hat am Sonntagvormittag ein über 200 Jahre altes Stallgebäude auf dem Gelände des Freilichtmuseums Molfsee vernichtet. Drei Freiwillige Feuerwehren konnten das Übergreifen auf ein drei Meter daneben stehendes altes  Bauernhaus verhindern. Die Brandursache und Schadenshöhe ist  unbekannt.

Der Alarm wurde am Vormittag kurz nach 11 Uhr ausgelöst. Spaziergänger hatten eine kleine Rauchfahne an dem Stallgebäude des "Haus Kortum" entdeckt. Das Ensemble aus altem Bauernhaus und Stall wurde 1801 im Kreis Plön gebaut und 1965 auf dem Gelände des Freilichtmuseums wiedererrichtet. In dem rund 10 x 20 Meter großen Stallgebäude waren Strohvorräte sowie eine bislang unbekannte Anzahl an Schafen untergebracht. Die Anzahl schwankt derzeit zwischen elf und 13 Tieren, die in den Flammen umkamen.

Zeitweise waren rund 70 Einsatzkräfte vor Ort

Die Freiwillige Feuerwehr Molfsee war wenige Minuten später vor Ort und bekam sofort Unterstützung von den Wehren aus Mielkendorf und Rumohr. Zeitweise waren rund 70 Einsatzkräfte vor Ort. Zu Gute kamen den Wehren gleich zwei glückliche Umstände: Das schneebedeckte Dach des benachbarten Bauernhauses erstickte den Funkenflug des brennenden Hauses und blieb daher unversehrt. Zudem bewirkte die alte Technik des gebundenen Reets, dass die brennende Dacheindeckung schnell vom Dachstuhl rutschte und am Boden weiter brannte. Früher wurden die Reetbündel mit wesentlich dünnerem Draht oder sogar mit Hanf gebunden, der dem Feuer natürlich nicht  lange standhält.

Die Löscharbeiten konnten nur unter schwerem Atemschutz ausgeführt werden. Nachdem das Feuer weitgehend unter Kontrolle war, wurden die noch stehenden Balken des Dachstuhls und das Fachwerk mit Löschschaum eingedeckt, um auch die letzten Glutnester in den Verbindungen der Balkenkonstruktion löschen zu können. Eine Wärmebildkamera kam den Einsatzkräften dabei zu Gute - so konnte gezielt gelöscht werden. Statiker werden nun prüfen müssen, inwieweit die erhaltenen Grundmauern für einen Wiederaufbau verwendet werden können.


 

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