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Bei Bohrung Gasleitung getroffen
Hat eine Baufirma keine Pläne eingeholt? Oder sind Leitungen auf Plänen falsch eingezeichnet? Nur wenige Meter von der Stelle entfernt, an der Dienstagabend Glasfaserkabel durchtrennt wurden, traf ein Baustellenbohrer nun erneut eine Leitung. Allerdings ist die Gefahr jetzt größer: "Der Bohrkopf steckt in einer Niederdruck-Gasleitung", sagt Feuerwehrsprecher Michael Utech.
Seit etwa 17 Uhr tritt beißend riechendes Gas aus. Die Rettungskräfte sind auf eine Evakuierung vorbereitet. Bislang musste aber noch niemand der betroffenen 110 Anwohner seine Wohnung verlassen. "Das Gas brennt nicht und die Konzentration in der Luft hat keinen kritischen Wert erreicht", sagt Utech. Dennoch stünden zwei Turnhallen zur Verfügung, um die Menschen aufzunehmen. Vorsorglich wurde auch ein "Hydraulikwasserschild" gesetzt. Das ist eine Vorrichtung, die eine Wasserwand erzeugt. Sie kann im Falle eines Feuers sofort die Hausfassaden schützen.
Rauchverbot für Anwohner
"Derzeit reißen zwei Bagger die Straße auf", sagt Utech um 19.20 Uhr. Der Bohrkopf steckt noch im Rohr, damit die Menge des austretenden Gases möglichst gering gehalten wird. Auch in die Kanalisation war Gas gelangt, das über die Gullys ausströmte.
Die Gasleitung kann nicht zentral abgeschottet werden. Deshalb muss sie mit einer Säge aufgeschnitten werden. Damit keine Funken fliegen, wird ständig mit Wasser gekühlt. Die intakte Seite der Leitung wird dann verschlossen. Das könne durchaus bis Mitternacht dauern, schätzt der Feuerwehrsprecher. Die Reperatur des Loches soll im Laufe des Freitags erfolgen.
Die betroffenen Anwohner sollten ihre Fenster und Türen geschlossen halten, nicht rauchen und kein offenes Feuer entzünden, rät Utech. Die Frage nach den Bauplänen wird in den nächsten Tagen zu klären sein.
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