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Amt Großer Plöner See
Ascheberg will die Verwaltung wechseln
In der Gemeindevertretung ist die Entscheidung Montagabend gefallen: Ascheberg im Kreis Plön will nicht mehr zum Amt Großer Plöner See gehören. Stattdessen sollen die Verwaltungsaufgaben künftig von der Stadt Plön übernommen werden. CDU und Ascheberger Freie Wähler waren mit ihren zwölf Stimmen für den Wechsel. Lediglich zwei SPD-Vertreter waren dagegen. Immerhin: Mit dem Wechsel würde Ascheberg jedes Jahr 133.500 Euro sparen. Derzeit überweist die Gemeinde jährlich eine Umlage von 442.080 Euro an das Amt Großer Plöner See.
"Jede Gemeinde kann frei entscheiden, ob sie sich etwa von einem Amt oder einer nahe gelegenen Stadt verwalten lässt", sagt Marc Ziertmann vom Städteverbund Schleswig-Holstein. Doch ob der Wechsel erfolgen kann, muss letztlich das Innenministerium entscheiden. Ziertmann: "Es prüft eine Reihe von Kriterien, hört vor allem das Amt und den Kreis an." Ascheberg ist neben Bosau die größte Gemeinde im Amt Großer Plöner See - mit rund 13.000 Einwohnern. Die Stadt Plön ist mit etwa 9000 Einwohnern erheblich kleiner.
Zerwürfnis zwischen Bürgermeister und Amtsvorsteher
Stimmen das Amt, der Kreis Plön und auch das Innenministerium in Kiel gegen den Verwaltungswechsel, könnte das vor dem Verwaltungsgericht enden. Dort könnte Ascheberg dann versuchen, den Wechsel einzuklagen.
Das Verhältnis zwischen der Gemeinde und dem Amt ist nicht das beste. Als Dienstagabend der Amtsausschuss zusammentrat, wurde Aschebergs Bürgermeister Joachim Runge aus seinem Amt als Erster stellvertretender Amtsvorsteher abgewählt. Vorausgegangen waren persönliche Zerwürfnisse mit dem Amtsvorsteher Martin Leonhardt und dem Amtsausschuss.
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