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Thomas R.
Anklage gegen Sylter Feuerteufel
Der mutmaßliche Brandstifter Thomas R. wird nach seiner Festnahme auf einer Polizeistation verhört. Foto: rtn
Mehr als drei Monate nach einer Brandserie auf der Nordseeinsel Sylt hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den mutmaßlichen Brandstifter erhoben. Dem 46-Jährigen Thomas R. wird schwere beziehungsweise einfache Brandstiftung vorgeworfen, wie die Staatsanwaltschaft Flensburg am Montag mitteilte. Außerdem muss er sich wegen fünffacher Sachbeschädigung verantworten.
Der Mann hatte die Brandstiftungen nach seiner Festnahme Ende August gestanden. Er wurde mittlerweile per Unterbringungsbefehl in eine Klinik nach Neustadt gebracht. Er soll zwischen dem 11. und dem 21. August auf Sylt in und neben Gebäuden Brände gelegt haben.
Festnahme nach Hinweis eines 13-Jährigen
Betroffen waren mehrere Wohnheime, ein Hotel, ein Restaurant, Gebäude der Einrichtung Klappholttal in List, ein Krankenhaus und der Bahnhof in Westerland.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft entstand allein bei den Gebäuden der Nordseeklinik Klappholttal Schaden in Höhe von rund 500.000 Euro. Gefasst wurde der Mann schließlich, nachdem er ein Reetdachhaus in Tinnum in Brand gesetzt hatte. Ein 13-Jähriger, der dort mit seinen Eltern Urlaub machte, bemerkte das Feuer. Der Junge weckte seine Eltern und alarmierte mit ihnen die Feuerwehr. Noch in der Nähe des Hauses wurde der 46-Jährige festgenommen.
Noch kein Termin für Prozessbeginn
Laut seinen bisherigen Angaben ging der Mann bei den Brandstiftungen alleine vor. Die Brände hatten im Sommer auf der Nordseeinsel zu einer großen Verunsicherung der Bevölkerung geführt.
Wann der Prozess beginnt, ist noch offen.
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