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Metal-Festival: Wacken Open Air

02. September 2014 | 23:21 Uhr

Wacken : Wie gefährlich sind die Strom-Aggregate?

vom

Mit Betroffenheit wurden die Bauten des Wacken Open Air demontiert. Nach dem Tod eines Besuchers wird über die Gefahr von Notstromaggregaten diskutiert.

Wacken | Aggregate sind auf Festivals kaum wegzudenken. Die meisten der Camper auf dem Wacken Open Air hatten Stromerzeuger dabei, um Musik zu hören, die Getränke zu kühlen oder den Laptop zu benutzen. Erstmals ist nun ein junger Mann auf dem Metalfestival an einer Kohlenmonoxidvergiftung gestorben. Nach dem vorläufigen Ergebnis der Obduktion betrug der Kohlenmonoxid-Gehalt in seinem Blut 49 Prozent. Auslöser waren die Abgase eines Generators. Wird das Folgen haben?
Derzeit sei es noch zu früh, etwas dazu zu sagen, so Veranstalter Thomas Jensen. "Im Moment überwiegt bei uns eher die Trauer und die Betroffenheit. Wir warten jetzt auf Infos."
Vorfall soll am runden Tisch thematisiert werden
Der Todesfall werde mit Sicherheit eine Rolle bei den Nachbereitungen spielen, sagt der Leitende Verwaltungsbeamte vom zuständigen Amt Schenefeld, Andreas Faust: "Wir sind im ständigen Prozess, wie wir die Sicherheit für die Besucher, aber auch für die Bevölkerung sicherstellen können. Insofern werden wir diesen Fall natürlich auch intensiv diskutieren." An einem runden Tisch von Veranstaltern, Behörden und Einsatzkräften werde der Vorfall thematisiert.
Ein absolutes Verbot der Geräte würde vielen Festivalbesuchern zu weit gehen, wie eine Diskussion auf unserer Facebookseite zeigt: "Ganz klar nicht verbieten. Ist sicher tragisch, aber es hätte auch durch einen anderen Umstand passieren können", postet David Pilasik.
"Die Dinger sind so nervig"
Andere dagegen würden sich über ein Tabu für die Aggregate freuen, nicht auf Grund des aktuellen Todesfalls, sondern vor allem wegen der Lärmbelästigung: "Weg damit. Die Dinger sind so nervig, stinken und wie man nun weiß gefährlich", kommentiert Dirk Jacobs.
Bis dato sind auf dem Wacken Open Air Aggregate bis zu einer Leistung von einem Kilowatt erlaubt. Auf ihrer Internetseite verlangen die Veranstalter einen verantwortungsvollen Umgang mit den Geräten: "Bei unsachgemäßem Gebrauch wird das Sicherheitspersonal die Aggregate konfiszieren", heißt es dort.

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von Michael Althaus
erstellt am 09.Aug.2012 | 08:34 Uhr

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Themen zu diesem Artikel:

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01. | Christoph Klemt | 07.08.2012 | 22:30 Uhr
Was für eine Frage!!

Ohne Zweifel ist dies ein tragischer Vorfall und - ich schrieb bei anderer Gelegenheit - gilt mein Mitgefühl seinen Angehörigen und Freunden, aber auch den Veranstaltern und Fans.
Jedoch war nicht allein ein Notstromaggregat der Grund für dieses Unglück sondern eine Verkettung unglücklicher Umstände.
Der Platz unter der Plane auf dem Anhänger war der Schlafplatz dieses jungen Manns. Den hatte er sich statt Zelt extra fürs Festival so arrangiert. Er hatte sich dort nochmal zwischendurch hingelegt, um für den Abend fit zu sein.
Durch Regen und Wind wurde die Plane während er schlief so deformiert, dass es keine Frischluftzufuhr gab - was vorher der Fall war.
So traurig es auch ist - man kann keine absolute Sicherheit schaffen - zu keiner Zeit, an keinem Ort und auch nicht durch durch noch so viele Regeln und Anordnungen oder Verbote. Und deshalb ist die Fragestellung nach den Stromaggregaten m.M.n am eigentlichen Thema vorbei. Ein kleine Beispiel zum Nachdenken aus dem Verkehrsbereich, der ja wahrlich bestens beregelt und überwacht ist.
In 2011 gab es in D. 4009 Unfalltote im Straßenverkehr - 11 jeden Tag. Deshalb wird Auto fahren nicht verboten.

02. | Udo Damerau | 07.08.2012 | 15:29 Uhr
"Weg damit. Die Dinger sind so nervig, stinken und wie man nun weiß gefährlich"

aber überfahren können sie niemanden; also zunächst die Dinger weg, die sich auf ebenso laut Rädern bewegen - und außerdem: das böse CO2...

Ich bedaure den Toten und fühle mit den Angehörigen.

03. | Thomas Greeve | 07.08.2012 | 13:16 Uhr
Zustimmung, Herr Kreuz

Auch "normale" Camper sind auf diesem Wege schon gestorben - grade wenn Alkohol im Spiel ist, können solche Dinge nun einmal passieren. Aber was hat das mit Wacken zu tun?

Man kann nicht durch künstliche Diskussionen und Verbotswahn einem solchen Unfalltod nachträglich einen Sinn verleihen - oft erscheint und ist der Tod eines jungen Menschen nun einmal einfach sinnlos.

04. | Andreas Kreuz | 07.08.2012 | 10:58 Uhr
...

Ach Leute, kommt mal runter!
Bei aller Tragik des Falls und bei allem Mitgefühl den Angehörigen gegenüber, jedoch: Spart euch bitte diesen dummen Regulierungs- und Vollkaskowahn! Das Leben führt nunmal unweigerlich zum Tode, da können wir machen was wir wollen.
Klar, der junge Mann könnte noch leben, wenn ... was auch immer. Und hätte der Hund nicht geschissen, hätte er den Hasen gefangen.
Sollen wir Krankenwagen verbieten oder den Matsch, weil vor einigen Jahren ein Besucher in selbigem ausrutschte und vom RTW überfahren wurde?
Verbieten wir doch auch Äpfel, soll ja schonmal jemand dran erstickt sein. Oder im Sand buddeln, das mögliche Ende war ja erst vor Wochen zu bedauern. Das Verbot von Dummheit würde sicher auch Leben retten. Oder noch besser: Verbieten wir einfach das Kinderkriegen, dann hat sich das mit potentiellen Unglücken in recht absehbarer Zeit von alleine erledigt und niemand muss mehr sterben ...

Es war ein Unglücksfall, davon gibt es tagtäglich Dutzende. Zur selben Zeit sind nebenbei in den Niederlanden Menschen auf einem Festival von einem Zelt erschlagen worden. Soetwas passiert eben!
Aber bitte, bitte! nicht noch mehr Regeln, Zwänge, Bestimmungen, Gesetze. Und wenn, dann verbietet auch die, denn ich werde sicher daran ersticken.

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