zur Navigation springen
Anzeige

Anzeige
Anzeige

Rocker

24. April 2014 | 07:50 Uhr

Langenhorn - Rocker stellt sich nach Schießerei

vom

Ein Unterstützer der "Hells Angels" hat einem Mann im nordfriesischen Langenhorn ins Bein geschossen - jetzt hat sich der Verdächtige der Polizei in Flensburg gestellt. Er sitzt in Untersuchungshaft.

Langenhorn | Ein Unterstützer der verbotenen Flensburger "Hells Angels" hat am Abend des 2. Advent in Langenhorn (Kreis Nordfriesland) einen Familienvater durch Schüsse ins Bein schwer verletzt. Am Dienstag hat sich der Tatverdächtige in Begleitung seines Rechtsanwalts der Polizei in Flensburg gestellt. Er sitzt inzwischen in Untersuchungshaft.
Die Bewohner des kleinen Dorfes Langenhorn sind tief erschüttert. "Der Notarzt behandelte den Verletzten lange im Haus, dann wurde er in die Klinik gefahren", berichtet eine Nachbarin.
Opfer der Schüsse ist Thorben S. (35), der mit seiner Lebensgefährtin und einem Kleinkind in einer Doppelhaushälfte wohnt. Die Täter hatten gegen 18 Uhr bei ihm geklingelt. "Er ist von zwei Personen aufgesucht worden, die nach vorheriger telefonischer Ankündigung offenbar Geldforderungen eintreiben wollten", erklärt Verena Kalus, Sprecherin des Landeskriminalamts.

Anzeige
Anzeige

Männer nach der Tat auf der Flucht

Einer der Männer (29) ist nach Angaben der Polizei ein Unterstützer der verbotenen Flensburger "Hells Angels" - gewöhnlich sind das die "Red Devils". In Nordfriesland gelten allerdings auch die Mitglieder des Clubs "Satisfaction Grenz MC" als Unterstützer. Der 29-Jährige soll auch die Pistole gezogen und drei Schüsse abgegeben haben. Zwei davon trafen Thorben S. ins Bein. Zuvor hatte es laut Polizei ein kurzes Gerangel gegeben. Ob das Kind, ein etwa zwei bis drei Jahre alter Junge, die Tat mitansehen musste, ist unklar.
Beide Männer flüchteten. Die Polizei zog in ihrer Wache im nahen Bredstedt starke Kräfte für die Fahndung zusammen. Auch das Spezialeinsatzkommando (SEK) rückte an. Wegen der zu dieser Zeit noch unübersichtlichen Lage wurden auch mehrere Rettungswagen und ein Notarzt angefordert.

Der Komplize des Schützen wurde festgenommen

Nach sh:z-Informationen nahmen SEK-Beamte noch in der Nacht im nur 20 Kilometer entfernten Achtrup den Komplizen (43) des Schützen fest. Die Polizei bestätigt den Ort nicht, wohl aber den Zugriff. "Der Mittäter wurde in seiner Wohnung festgenommen", so Kalus. Der Schütze ist noch flüchtig. "Er ist der Polizei allerdings bekannt", sagt die LKA-Sprecherin. Die Fahndung laufe auf Hochtouren.
Opfer Thorben S. ist in ein Flensburger Krankenhaus gebracht worden, wird dort behandelt. Verena Kalus: "Er ist schwer verletzt, es besteht nach unserer Kenntnis aber keine Lebensgefahr."

Opfer ist kein Mitglied des Rockermilieus

Worum es bei der Geldforderung ging, gibt die Polizei nicht preis. Der Schütze hat möglicherweise auf eigene Rechnung agiert - und der Geschädigte gehörte nicht zum Rockermilieu, teilten die Ermittler mit. Thorben S. ist gelernter Zimmermann. Aus seiner Verwandtschaft heißt es: "Bei der Geldsumme handelte es sich um einen geringen Betrag, eine Lappalie." Deswegen eine Waffe zu ziehen, sei entsetzlich - zumal die Schüsse auch den kleinen Sohn hätten treffen können. Die Polizei bewachte das Doppelhaus nach der Tat mit einem Streifenwagen, mittlerweile ist die Wohnung verlassen, die Lebensgefährtin und der Sohn sind an einem sicheren Ort.
Die Schüsse waren nicht die ersten, die in jüngster Zeit in Nordfriesland gefallen sind. Mitte November gab es vor einer Husumer Diskothek eine Schießerei mit 14 Festnahmen. Anlass der Prügelei war laut Polizei ein Streit im Türstehermilieu. Einen Zusammenhang mit Rockern soll es nicht gegeben haben.

von Eckard Gehm/shz.de
erstellt am 13.Dez.2012 | 08:46 Uhr

Diskutieren Sie mit.

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.

01. | Jan Thomas | 13.12.2012 | 09:09 Uhr
Rocker

Wieder einer dieser schlimmen Artikel mit Vorverurteilung. Es fruchtet, wie man an den den unqualifizierten Kommentaren sieht.
Und es wird das Ziel erreicht einen in NF ansässigen MC in ein schlechtes Licht zu rücken, von dem man bisher bei der ganzen Berichterstattung über einen vermeindlichen Rockerkrieg noch gar nichts gelesen hat.
Sehr gekonnt eingefädelt.Die frage ist jedoch von dem Redakteur oder der Polizei ??

02. | Hans Hansen | 12.12.2012 | 17:07 Uhr
@ Onlineredaktion

Könnte der neue Hans Hansen ( Eintrag hier 12.12.12. 08:26) vielleicht kenntlich gemacht werden, so dass es hier zu keinen Verwechslungen kommt? Vielen Dank und freundliche Grüsse von Hans Hansen (der ältere ;) )

03. | Fair Value | 12.12.2012 | 16:43 Uhr
Hans Hansen

nicht alle, die Harleys fahren gehören irgendwelchen Rocker-"Gangs" an und/oder sind kriminell.
Ich kann mich aber auch nicht daran erinern,daß die Angels zu Zeiten ihrer (noch erlaubten) Vereinstätigkeit Gänseverpielen o.ä. ausgerichtet haben.
Vielleicht war das ja ein strategscher Fehler.
Das HA-Verbot halte ich trotzdem für falsch.

04. | Horst Stindl | 12.12.2012 | 09:59 Uhr
HANS HANSEN

Ganz intelligent stellt der SHZ seit Tagen eine Verbindung zwischen Tat und HAs her, in dem es in jedem Artikel darlegt, dass aktuell keine Verbindung bekannt sei. Dauerhafte Negierung sorgt im Unterbewustsein eben auch für das Entstehen von Verknüpfung zwischen Tat und (angeblichen) Tatsachen. So entsteht beim Leser letztlich ein Bild, das die meisten Kommentare hier bestätigen.

Ich hönnte dafür jetzt andere Beispiele nennen, aber dann wirft man mit wieder vor, auf ein bestimmtes Thema umlenken zu wollen...

05. | Nils Grabeck | 12.12.2012 | 09:38 Uhr
Schnittmengen

@ Hans Hansen: „Die Täter waren keine Rocker. Das sind Kleinkriminelle und Schläger.“ Die Erfahrung zeigt, dass die Gruppen Rocker und Kriminelle eine ziemlich große Schnittmenge besitzen. Natürlich stimmt: Nicht jeder Kriminelle ist auch ein Rocker ...

06. | Hans Hansen | 12.12.2012 | 08:26 Uhr
Rocker

In dem Bericht lese ich die ganze Zeit irgendwas von Rocker. Ich kenne Täter und Opfer. Die Täter waren keine Rocker. Das sind Kleinkriminelle und Schläger. Die wissen nicht mal wie man Harley Davidson schreibt oder ein Motorrad bewegen soll. Wegen solchen Penner wird eine ganze Szene in Verruf gebracht. Ausserdem sollte der SHZ nicht einen lokalen Motorradclub mit in den Bericht einfädeln, der mit solchen Sachen nichts zu tun hat.

07. | Hans Hansen | 12.12.2012 | 08:26 Uhr
Rocker

In dem Bericht lese ich die ganze Zeit irgendwas von Rocker. Ich kenne Täter und Opfer. Die Täter waren keine Rocker. Das sind Kleinkriminelle und Schläger. Die wissen nicht mal wie man Harley Davidson schreibt oder ein Motorrad bewegen soll. Wegen solchen Penner wird eine ganze Szene in Verruf gebracht. Ausserdem sollte der SHZ nicht einen lokalen Motorradclub mit in den Bericht einfädeln, der mit solchen Sachen nichts zu tun hat.

08. | Jupp Hansen | 12.12.2012 | 06:12 Uhr
Rockermilieus

vieleicht hat ein Gläubiger sich nicht mehr anders zu helfen gewußt und hat versucht mit hilfe anderer (ob Rocker, Inkasso oder sonstige Dienste) an sein Geld zu kommen. Ich kenne es aus eigner Erfahrung wenn man dem Sauer verdienten Geld hinterher rennen muß. Aber wer bin ich schon der sich ein Urteil erlauben kann, leider war ich nicht dabei. Also "wenn man nicht dabei war einfach mal Fresse halten"

09. | Hannes Kiessling | 12.12.2012 | 05:30 Uhr
Schublade auf ...

... alles was 'ne Kutte trägt rein, Schublade zu!
Typisch deutsch eben! Mann, wartet dich erst einmal ab, was da so dahintersteckt. Im Moment steht im Raum daß er Schulden hatte! Und es hat jemand etas überreagiert und rumgeballert! Mehr auch nicht
Ich will nix beschönigen, aber so einfach geht das eben nicht!

10. | Gerhard Stahl | 11.12.2012 | 17:41 Uhr
Lieber Frank W. hinter mir stehen gerade zwei dieser netten Rocker, mit nem

Brecheisen in der Hand, die arbeiten nämlich aufm Bau, sagen sie und die sind
echt nett. Ehrlich.
.
Ironiemodus aus,
netten Abend :))

11. | Frank W. | 11.12.2012 | 17:28 Uhr
@GERHARD STAHL

Rocker sind doch so friedliebende Menschen, die tun doch keiner Fliege was zu Leide. Oder vielleicht doch?

http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/43738/2380584/pol-hl-polizeidirektion-luebeck-hl-ermittlung-hinsichtlich-einer-erpressung

12. | Gerhard Stahl | 11.12.2012 | 13:11 Uhr
- Provokationsmodus EIN - Ist das eine Zeitungsente ?

Ruft man sich früjhere Kommentare aus dieser Zeitung in Erinnerung sind die Rocker
NUR friedliebende Menschen mit hoher sozialer Einstellung, die nur dem Kult des
Mofafahren folgen - und das nur im Sommer .............
Wenn diese Kommentare also gestimmt haben sollen, muss dieser Bericht eine
"Ente" sein (was ich allerdings selbst nicht glaube).

Alle 12 Kommentare ansehen
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Nachrichtenticker