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Mediengrummel

01. September 2014 | 09:29 Uhr

Mediengrummel : Rundfunkbeitrag: Fragen über Fragen

vom

Was früher Rundfunkgebühr hieß, heißt jetzt Beitrag. Ganz einfach. Trotzdem stellen sich noch reichlich fragen. Auch unserem Kolumnisten Gerhard Hildenbrand.

"Einfach für alle" soll er sein, der neue Rundfunkbeitrag. Wers genau wissen will, setze sich einen Tag an den Computer und studiere die Internetseiten des "ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice", der früher einfach GEZ hieß. Ja, ein wenig Zeit muss man schon opfern, um das einfache Modell zu verstehen. Nach dem Studium der elf Seiten mit den 57 häufig gestellten Fragen hat man einen ungefähren Überblick, wer warum wie viel bezahlen muss. Oder auch nicht. Aber Klick für Klick findet jeder seinen Weg zu zig hilfreichen Hinweisen und Formularen. Zum Beispiel weiß der Empfänger von Ausbildungsgeld dann, dass er für eine Gebührenbefreiung eine Bescheinigung "nach § 104 ff. SGB III a. F. (neu: § 122 ff SGB III)" vorzulegen hat. Ganz einfach.
Nicht so einfach ist das neue Beitragsmodell für allerlei Interessengruppen. Betriebe drohen mit Klagen, Kommunen sträuben sich und Kindergärten fragen sich, warum sie überhaupt zahlen sollen. Zum Glück hat der ARD-Vorsitzende klargestellt, dass "für Friedhöfe und Bagger" nichts bezahlt werden muss.
Auch Häftlinge kommen so davon. Nicht weil fernsehen und Radio hören Teil der Strafe sind, sondern weil "Hafträume nicht als Wohnräume gelten", sagt man im Justizministerium von NRW. Was aber geschieht mit den Ganoven, die sich durch einen 45 Meter langen Stollen in eine Berliner Bank gegraben haben? Monatelang war der Tunnel ihr Zuhause und vermutlich wird ihnen auch noch ein lustiger Dudelsender die stupide Wühlarbeit erleichtert haben. Müssen die Einbrecher bei Gelegenheit mit einer gepfefferten Nachforderung der neuen GEZ rechnen? Immer wieder neue Fragen.

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von Gerhard Hildenbrand
erstellt am 25.Feb.2013 | 01:17 Uhr

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