WIRTSCHAFT
Hamburg
Wirtschaft plädiert für Uni-Neubau
Hamburg. Die Diskussion um eine Erneuerung der Universität in Hamburg ist um eine überraschende Variante reicher. Die Handelskammer schlägt vor, einen möglichen Komplettneubau auf den Flächen des Großmarktes am Klostertor zu errichten. Allerdings hält die Kammer weiterhin auch eine Sanierung und einen Ausbau der maroden Gebäude am bisherigen Standort in Rotherbaum für denkbar. Einem Neubau auf dem Kleinen Grasbrook im Hafen - Lieblingsidee von Wissenschaftssenatorin Herlind Gundelach (CDU) - wird eine eine Absage erteilt.
Um Bewegung in die seit mehr als einem Jahr andauernde Standortdiskussion zu bringen, hat die Handelskammer gestern eine eigene Untersuchung vorgelegt. Wichtige Aussage laut Hauptgeschäftsführer HansJörg Schmidt-Trenz: "Die Flächen am Kleinen Grasbrook sind für den Umschlag unverzichtbar. Alles andere wäre der Anfang vom Ende des Universalhafens." Dutzende Hafenbetriebe müssten weichen.
Neue Chancen für einen Technologiepark
Als neue Alternative bringt die Untersuchung das Großmarktgelände samt dem angrenzenden ehemaligen Huckepack-Bahnhof Klostertor/Rothenburgsort ins Gespräch. Schmidt-Trenz: "Der Standort eröffnet Chancen für einen Technologiepark und liefert Impulse für Hamm-Süd und Rothenburgsort." Diese Lösung unterstütze auch das Konzept vom "Sprung über die Elbe" nach Wilhelmsburg.
Die Pläne sehen vor, die denkmalgeschützten Großmarkthallen zu einem Hörsaalzentrum umzubauen. Der Großmarkt soll 500 Meter weiter auf den Grasbrook verlagert werden. Die Gesamtkosten eines Uni-Umzugs taxiert die Untersuchung auf 1,3 Milliarden Euro. Für einen Neubau im Hafen würden dagegen mehr als zwei Milliarden Euro fällig. Am günstigsten käme laut Gutachten die Erneuerung am jetzigen Standort mit Kosten von etwa 590 Millionen Euro.
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