WIRTSCHAFT

 

Arbeitsmarkt

Arbeitslosigkeit im Norden weiter gesunken

31. August 2010 | 10:43 Uhr | Von dpa

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein hellt sich weiter auf: Im August waren im Norden 105.400 Menschen ohne festen Job - 400 weniger als im Juli.

Die Arbeitslosigkeit erreichte damit den niedrigsten Stand in einem August seit 1993. Wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Dienstag in Kiel mitteilte, sank die Zahl der Erwerbslosen im Vorjahresvergleich um 6900. Die Quote beträgt jetzt 7,4 Prozent. Auch das ist der niedrigste August-Wert seit 17 Jahren und etwas besser als der Bundesschnitt von 7,6 Prozent.

Der nur leichte Rückgang zum Juli sei nicht ungewöhnlich, weil in den Sommerferien weniger Menschen eingestellt würden, sagte der Chef der Regionaldirektion, Jürgen Goecke. "Ich erwarte in den nächsten beiden Monaten - September und Oktober - einen sehr viel deutlicheren Abbau der Arbeitslosigkeit."

Überdurchschnittlich stark sank die Zahl der arbeitslosen Männer

Überdurchschnittlich stark - um 8,4 Prozent oder 5200 - sank gegenüber August des vorigen Jahres die Zahl der arbeitslosen Männer. "Dass Männer auf dem Arbeitsmarkt wieder stärker gefragt sind, ist ein positiver Konjunkturindikator", kommentierte Goecke. Männer seien vorrangig in den Branchen beschäftigt, die am stärksten von der Wirtschaftskrise betroffen waren. Für Ältere über 55 Jahren sind die Chancen allerdings deutlich schlechter: Die Zahl der Arbeitslosen aus dieser Gruppe nahm gegenüber August 2009 um fast 10 Prozent auf 15.500 zu.

Positiv wiederum ist laut Goecke die Dynamik am Arbeitsmarkt. Den regionalen Arbeitgeberservice-Teams seien seit Jahresbeginn 39.100 freie Stellen gemeldet worden und damit 22,5 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum.

 

Unter den Landkreisen hat Stormarn mit 4,3 Prozent weiter die niedrigste Arbeitslosenquote und Schleswig-Flensburg mit 8,8 Prozent die höchste. Bei den kreisfreien Städten stehen Kiel und Lübeck mit 11,0 Prozent am besten da und Flensburg mit 12,8 Prozent am schlechtesten.

 


 

Leserkommentare

 
OLLIE OMSEN 31.08.2010 20:52
Prima

Mensch prima. Diese Dynamik am Arbeitsmarkt. Die Anbieter von über die Agentur vermittelten Bewerbungstrainings und ähnlich sinnvollen Maßnahmen können sich wahrscheinlich garnicht mehr retten vor lauter Arbeit.

Gibts eigentlich auch eine Statistik über die Anzahl von Arbeitsuchenden, die in irgendwelchen vom Amt geförderten Maßnahmen hocken und der Arbeitslosenstatistik im entscheidenen Zeitraum enteilt sind?

Von der Fragwürdigkeit dieser Vorgehensweise mal abgesehen sicherlich eine der teuersten Möglichkeiten, eine Statistik zu schönen.

HOLGER SCHÜTT 01.09.2010 12:25
Alles Augenwischerei!!!

Wir sind wieder ganz weit vorne, der Arbeitsmarkt boomt! Respekt!!!

Wie viele Hartz IV - Empfänger haben wir eigentlich in Deutschland??? Wie verhält sich dieser Posten in der allgemeinen Arbeitslosenstatistik? Wacht doch mal auf, da geht doch noch was, oder?

Alles nur Schöngerede, keinen wirklichen Wind in den Segeln. Haltet durch, es geht aufwärts in Germany, alles wird gut.
Fakt ist: Es hat sich gar nichts verändert!
Im Gegenteil, es geht immer noch tiefer, noch reglementierter., es geht vorwärts... Mit freundlichen Grüssen, Holgi - Der Demokrat



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