WIRTSCHAFT
Trotz Schuldenkrise
Konjunktur im Norden weiter robust
Schleswig-Holsteins Wirtschaft bleibt trotz der Schuldenkrise in Europa zuversichtlich. Die Konjunktur ist weiterhin robust, ergab die jüngste Quartalsumfrage der Industrie- und Handelskammer unter 2000 Unternehmen. Der Konjunkturklima-Index lag im letzten Quartal 2011 mit 117,0 Punkten nur minimal unter dem Wert des Vorquartals. Das Spitzenergebnis von 130,1 Punkten aus dem Vorjahr wurde auf der bis 200 reichenden Skala allerdings verfehlt.
"Unternehmen und Verbraucher werden derzeit nahezu täglich mit Krisenmeldungen aus der Eurozone konfrontiert", sagte IHK-Präsident Christoph Andreas Leicht am Mittwoch zu den Umfragedaten. "Angesichts dieser Verunsicherung zeigt sich unsere Wirtschaft in erstaunlich guter Verfassung." Dies sei der positiven Entwicklung bei den Investitionen und dem Konsum im Inland zu verdanken.
Industrie, Einzelhandel und Dienstleister suchen Fachkräfte
Insgesamt beurteilten 42,4 Prozent der Unternehmen ihre Geschäftslage als gut, 49,5 Prozent als befriedigend und 8,1 Prozent als schlecht (Vorquartal: 44,4; 44,9; 10,6). In die Zukunft blicken sie verhalten optimistisch. 20,2 Prozent erwarten eine Verbesserung, 61,6 Prozent eine konstante und 18,2 Prozent eine schlechtere Lage.
Die Werte sind insgesamt minimal schlechter als im Vorquartal. Die Beschäftigungspläne bleiben auf Wachstum gerichtet. Besonders Industrie, Einzelhandel und unternehmensbezogene Dienstleister suche Fachpersonal. "Für konjunkturelle Schwarzmalerei besteht in Schleswig-Holstein kein Anlass", bilanzierte IHK-Präsident Leicht.
Gute Aussichten - wenn die Schuldenkrise nicht weiter eskaliert
"Steigende Investitionen und die positive Beschäftigungsentwicklung lassen erwarten, dass der Konjunkturzug auch im Laufe dieses Jahres in Fahrt bleibt." Dafür dürfe aber die Schuldenkrise im Euroraum nicht weiter eskalieren.
Die Industrie-Unternehmen freuen sich derzeit über gut gefüllte Auftragsbücher und investieren rege. Allerdings bekommt auch dieser Sektor die verschlechterten Bedingungen auf einigen Exportmärkten zu spüren. Überwiegend als befriedigend stuft die Bauwirtschaft ihre Geschäftslage ein. Positive Impulse kommen aus dem Wohnungsbau.
Als konjunkturelle Stütze erweist sich inzwischen der Handel. Die Branche profitiert von einer Belebung der Verbrauchernachfrage und der gesunkenen Arbeitslosigkeit. Die Kreditwirtschaft macht weiterhin gute Geschäfte. Allerdings wirken sich auch hier die Turbulenzen auf den Finanzmärkten negativ auf die Einschätzungen der weiteren Entwicklung aus. Die Dienstleistungswirtschaft steht rundum positiv da.
Leserkommentare
Wenn Sie mir mal erklärten, was das mit der Landesregierung zu tun hat, wäre ich Ihnen dankbar.
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Es läuft alles zu gut, daher müssen wir im Mai unbedingt eine linke Regierung wählen. So weit links wie es eben geht. Das Land muss doch kaputt zu kriegen sein. Bin gespannt wann die ersten Hamsterkäufe einsetzen. Kalle von kalleskoppel.de