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Baustellen auf A1

Probleme für die Retter

11. Mai 2012 | 08:25 Uhr | Von Rolf Blase


Ungünstige Stelle: Der Motorraum brannte aus, weil die Feuerwehr nur  schwer herankam.  Foto: hgf

Ungünstige Stelle: Der Motorraum brannte aus, weil die Feuerwehr nur schwer herankam. Foto: hgf

Es war ein vergleichsweise harmloser Brand auf der A1. Aber er machte mehr als deutlich, welche Probleme Baustellen Polizei und Rettungsdiensten bereiten.

Badoldesloe. Die Streifenwagen der Polizei kamen gerade noch durch zu dem brennenden BMW, für die alarmierte Feuerwehr Bad Oldesloe war kurz vor Reinfeld Schluss: Kein Durchkommen mehr möglich. Der BMW hatte im Baustellenbereich in Höhe Wesenberg Feuer gefangen, wo es keinen Standstreifen gibt und die zwei Spuren zu eng sind, als dass eine Rettungsgasse gebildet werden könnte. So blieb den Beamten nichts anderes übrig, als die Autobahn Richtung Norden voll zu sperren und den Verkehr auf die Abfahrt Reinfeld abzuleiten.

Infolge unpräziser Einsatzmeldungen hatte die Oldesloer Leitstelle zudem nicht die zuständige Feuerwehr Reinfeld alarmiert, so dass nun die Lübecker anrückten. Das war nur auf der Gegenfahrbahn möglich, die noch befahrbar ist, aber erst von der Autobahnpolizei gesperrt werden musste.

"Bei den Bauarbeiten sind wir zurzeit in einer Übergangsphase"

Als die Lübecker nach rund 35 Minuten eintrafen und die Schläuche über die Mittelleitplanke hielten, war nicht mehr viel zu löschen: Der Motorraum war komplett ausgebrannt, die Flammen fast von selbst erloschen. "Bei den Bauarbeiten sind wir zurzeit in einer Übergangsphase. Deshalb war es in diesem Fall besonders kompliziert", sagt Georg Ruge, Leiter des Autobahn- und Bezirksreviers.

Er hat bereits Rücksprache mit der Leitstelle Bad Oldesloe gehalten, wo gestern eine Konferenz anstand, wie man mit Unfällen in den A1-Baustellen umgeht. Zwischen Lübeck und Reinfeld sowie am Kreuz Bargteheide wird es ab Montag nur noch zwei eingeengte Spuren auf einer Fahrbahnseite geben. Zudem werden die A 1-Abfahrt nach Bargteheide aus Richtung Norden und die Auffahrt von Hammoor Richtung Hamburg für Monate gesperrt.

"Im Worst-Case werden wir auch mit dem Hubschrauber arbeiten"

"Theoretisch sind wir darauf vorbereitet", sagt Ruge, "aber es wird nicht einfach. Es hängt immer von den Gegebenheiten ab, so dass man von Fall zu Fall entscheiden muss". Angesichts der engen Behelfsspuren können die Feuerwehren grundsätzlich nur über die Gegenfahrbahn anrücken" ,aber nur wenn das mit uns abgesprochen und die Autobahn von uns gesperrt ist", so Ruge. Löschen lässt sich über die Stahlplanke zwischen den Fahrstreifen. Bei Unfällen mit Verletzten wird das schon schwieriger. Ruge: "Im Worst-Case werden wir auch mit dem Hubschrauber arbeiten."

Aber vielleicht muss das nicht sein. Bei den Baustellen in der Vergangenheit blieb man von schweren Unfällen verschont. Es gab fast nur Liegenbleiber.


 
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