PANORAMA
Drohende Entlassungen
Volkshochschulen kämpfen ums nackte Überleben
Kiel. Die 149 Volkshochschulen (VHS) zwischen Kiel und Helgoland rechnen wegen des Sparpakets der Landesregierung mit drastischen Einschränkungen, mancherorts sogar mit Schließung. Entlassungen bei den 210 hauptamtlichen Mitarbeitern in den 13 VHS-Bildungsstätten seien unumgänglich, würden die Landeszuschüsse 2011 und 2012 wie geplant um 30 Prozent gekürzt, so der Landesvorsitzende Wolfgang J. Domeyer in Kiel.
Der VHS-Verband wolle aber mit Kommunen, Kreisen und Land neue Strukturen erarbeiten, um zu überleben. Die Volkshochschulen finanzieren sich zu gut 60 Prozent aus Teilnehmergebühren, erwirtschafteten 2009 einen Umsatz von 36 Millionen Euro, wovon 26 Millionen für Gehälter und Honorare bezahlt werden. Kritisch ist laut Domeyer die Zukunft der Bildungsstätten. Die Angebote der Nordseeakademie Leck, der Akademien Sankelmark und Koppelsberg sowie des Nordkollegs Rendsburg seien schon reduziert worden. Welche Einrichtung schließen muss, ist noch unklar.
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