PANORAMA
Krawalle befürchtet
Senat erklärt Schanze zum Gefahrengebiet
Hamburg. Damit darf die Polizei dort jederzeit Personen kontrollieren, auch wenn kein konkreter Tatverdacht vorliegt. Außerdem ergingen gegen 20 aktenkundige Gewalttäter Aufenthaltsverbote. Weitere 42 potenzielle Krawallmacher erhielten Besuch von der Polizei. In sogenannten Gefährderansprachen wiesen die Beamten die Betroffenen darauf hin, dass sie am Sonnabend ganz genau beobachtet würden.
Der neue Innensenator Heino Vahldieck (CDU) rechnet nach dem Ende des Stadtteilfestes mit den schon üblichen Ausschreitungen von Links-Autonomen und Gewalt-Touristen. Vahldieck: "Die Polizei wird so aufgestellt sein, dass sie in der Lage ist, die Rechte der Bürger zu schützen."
Anonyme rufen zur Zerstörung hochwertiger Fahrzeuge auf
Rund um die Schanze kursieren Randale-Aufrufe. Unter der Überschrift "Bambule Fans, welcome in Hamburg Schanzenviertel" geben unbekannte Verfasser auf einem Flugblatt "Tipps zum gepflegten Krawall". Auf einer Karte sind mögliche Anschlagsziele, wie Polizeiwachen, Banken und Supermärkte, sowie Überwachungskameras gekennzeichnet. Die anonymen Autoren rufen zur Zerstörung hochwertiger Fahrzeuge auf. Wörtlich heißt es: "Grundsätzlich lässt sich ergänzen, dass wir auch Autos, die über 50.000 Euro kosten, durchaus angriffswert finden."
Die Polizei nimmt die Flugblätter ernst und wertet sie als Indiz für bevorstehende Gewaltausbrüche. Schon in den vergangenen Jahren waren den Krawallen zum Schanzenfest ähnliche Aufrufe vorausgegangen.
Knapp 3000 Polizisten werden am Sonnabend bereitstehen, um Randalierer in Schach zu halten. 1200 davon hat die Hansestadt aus anderen Bundesländern angefordert, unter anderem aus Schleswig-Holstein.
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