PANORAMA
Sigmar Gabriel
"CCS-Technik ist eine Option"
Nordfriesland. Gegenüber dem Kreis Nordfriesland betont er jetzt, die CCS-Technologie - englisch für Kohlendioxid-Abscheidung und -Lagerung - sei eine Klimaschutz-Option, "die zumindest übergangsweise nicht einfach unbeachtet bleiben kann".
Alle sieben Kreistags-Fraktionen hatten sich mit dem Protest tausender Bürger in der Region solidarisch erklärt und gefordert: Kein weiterer Bau von Kohlekraftwerken, Verzicht auf die CCS-Technologie sowie die Einrichtung eines CO2-Endlagers im Norden.
Der Bundesminister verteidigt die Technologie mit Blick auf den Klimawandel und ihre Bedeutung für die deutsche Exportwirtschaft. Und Gabriel spielt den Ball nach Nordfriesland zurück: "Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, dass durch ein Gesetz, welches die Umwelt schützt und den Menschen in der Region dient, CCS als eine wichtige Klimaschutz-Option akzeptiert und dessen Demonstration ermöglicht wird."
Das empört seinen Parteigenossen Wolfgang Wodarg (MdB): "Entgegen den Parteitagsbeschlüssen der SPD versucht er weiterhin, seine gegen die erneuerbaren Energien gerichtete Haltung aufrecht zu erhalten." Und: Die Menschen im Norden seien keine Versuchsobjekte für wissenschaftliche Experimente, so Wodarg.
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