PANORAMA

 

Sigmar Gabriel

"CCS-Technik ist eine Option"

16. September 2009 | Von fu

Unbeeindruckt vom massiven Protest in Schleswig-Holstein hält Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) an der Einrichtung unterirdischer CO2-Speicher fest.

Nordfriesland. Gegenüber dem Kreis Nordfriesland betont er jetzt, die CCS-Technologie - englisch für Kohlendioxid-Abscheidung und -Lagerung - sei eine Klimaschutz-Option, "die zumindest übergangsweise nicht einfach unbeachtet bleiben kann".

Alle sieben Kreistags-Fraktionen hatten sich mit dem Protest tausender Bürger in der Region solidarisch erklärt und gefordert: Kein weiterer Bau von Kohlekraftwerken, Verzicht auf die CCS-Technologie sowie die Einrichtung eines CO2-Endlagers im Norden.

Der Bundesminister verteidigt die Technologie mit Blick auf den Klimawandel und ihre Bedeutung für die deutsche Exportwirtschaft. Und Gabriel spielt den Ball nach Nordfriesland zurück: "Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, dass durch ein Gesetz, welches die Umwelt schützt und den Menschen in der Region dient, CCS als eine wichtige Klimaschutz-Option akzeptiert und dessen Demonstration ermöglicht wird."

Das empört seinen Parteigenossen Wolfgang Wodarg (MdB): "Entgegen den Parteitagsbeschlüssen der SPD versucht er weiterhin, seine gegen die erneuerbaren Energien gerichtete Haltung aufrecht zu erhalten." Und: Die Menschen im Norden seien keine Versuchsobjekte für wissenschaftliche Experimente, so Wodarg.


 

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