LANDESPOLITIK
Weltklimagipfel
Flensburger Studenten demonstrieren in Kopenhagen
Eine Gruppe von 50 Studenten aus Flensburg und Kiel hat in Kopenhagen vor dem Weltklimagipfel 2009 demonstriert: Auf und unter Deck, in den Wanten und hinterm Steurrad von drei alten Segelschiffen. Ohne Motorengebrauch sind sie nach Kopenhagen gesegelt.
Dort wollen sie wie viele hundertausende Demonstranten für den Klimaschutz eintreten und "dabei helfen, die Aufmerksamkeit aller auf diesen Gipfel zu lenken", begründet Organisator Justus Riedlinger die Aktion der Flensburger Studenten des Studiengangs Energie- und Umweltmanagement.
Mit Zuversicht - und Hansine
Mit der "Zuversicht", der "Hansine" und der "Carola" sind die Studenten am Donnerstag in Kopenhagen eingelaufen. Am Freitag verließen die Traditionssegler ihren Liegeplatz direkt in Kopenhagens Innenstadt dann wieder für ein paar Stunden, um zusammen mit den Schiffen aus Greifswald eine Klima-Segelparade zu vollführen. Das dänische Fernsehen machte Aufnahmen von ihnen aus einem Helikopter. "Was die Medienaufmerksamkeit angeht, haben wir unser Ziel ganz und gar erreicht", sagt Justus Riedlinger.
Aber auch sonst hat vieles auf der Segeltour dazu beigetragen, dass die Studenten von der Gruppe "Paz Verde" ihre "Copsail" Aktion nicht vergessen werden. Als sie in dänisches Fahrwasser kamen, wurden sie angefunkt und von der Küstenwache ausgeleuchtet, berichtet Riedlinger. "Das wird bei Traditionsseglern sonst nie gemacht." Aber dann habe man sich gut verstanden, mit den Dänen, die während des Klimagipfels eben auch ihre Seegrenzen verstärkt überwachen.
Motoreinsatz im Småland-Fahrwasser
Überhaupt sei ihnen auf der Fahrt durch Nebelbänke und bei Gemüsebrühe und Tee und vorbei an den Kreidefelsen von Møns-Klint bewusst geworden, wie stark der Mensch den Naturgewalten ausgesetzt ist, erzählt der 24-Jährige. Um die Natur geht es auch in ihrem Anliegen, dass der CO2-Ausstoß pro Kopf in Zukunft stark eingeschränkt werden muss - besonders indem die Menschen energieeffizientere Transportmittel benutzen.
Die Studenten hatten das Erfolgserlebnis, tatsächlich nahezu die ganze Strecke mit reiner Windkraft zurückgelegt zu haben. Nur die enge Stelle des Småland-Fahrwassers mussten sie "durchmotoren", weil dort der Wind schlecht stand und kreuzen nicht möglich gewesen wäre. Für diesen Treibhausgasausstoß sollen jedoch Ausgleiche geschaffen werden, verspricht die Gruppe. "Paz Verde" hat sich vorgenommen dafür an Organisationen zu spenden, die Bäume pflanzen oder für Technologie Transfers in Entwicklungsländer sorgen. "So bleibt unsere ganze Tour klima-neutral", sagt Riedlinger.
In Kopenhagen nahmen die Studenten von ihren Schiffen aus an den friedlichen Kundgebungen in der Stadt teil. Als "The Flood" strömten sie am Sonnabend Vormittag ganz in blau gekleidet durch die Innenstadt, bevor sie sich mittags der Massen-Demonstration anschlossen, die bis zum Tagungsort des Gipfels im Bella Center lief. Außerdem gelang es den Seglern die Petition, die ihnen von Arktis-Abenteurer Arved Fuchs mitgegeben wurde, an führende Vertreter von Germanwatch zu übergeben. Die deutsche Lobbyorganisation für soziale und ökologische Nachhaltigkeit wird das Schriftstück als symbolischen Akt an die deutsche oder schwedische Delegation weiterleiten. Mission erfüllt, für die Flensburger, die am Wochenende klar Schiff und Leinen los machten, um mit gutem Wind zurück nach Deutschland zu segeln.
Leserkommentare
Nein, dieser Saz stamt nicht von mir, aber ich halte mich daran !
Gut, was die Leute auf dem Schiff gemacht haben !
Meinen Glückwunsch, meine Solidarität !
.
30 Jahre rede ich davon, daß der Kiel eines Schiffes mit "Blei" ausgefüllt ist.
Warum also nicht gleich einen "Blei-Batterie-Kiel", in dem Strom aus dem
Wind, dem Fahrtwind und der Sonne gespeichert wird.
Dann ist genug "Saft" da, um bei Flaute den E-Motor anzuwerfen
oder im Hafen zum "Einparken".
Es geht also OHNE Verbrennungsmotor !
Ach ja, es ginge auch bei KFZ so. Als Brückentechnologie könnte man "minderwertigen Rapsbrennstoff" nehmen, der in Wüstenregionen erzeugt
werden könnte. Geht nicht ? Doch, funktioniert ! Selbst mein Mercedes-VITO, also
ein KFZ der "höheren Klasse", für im Einkauf von über Euro 25.000,-, hat damit,
bis es durch die rot-schwarze Bundesregierung verboten wurde, 500.000 Kilometer zurück gelegt und keinen Schaden genommen.
Was soll der letzte Satz? Gibst Du mir bezahlte Arbeit in Deutschland? Oder bezahlst Du meine Miete? In Deutschland regieren die Erzkonservativen zusammen mit der arbeitnehmerfeindlichen Partei Nr. 1. Ist das besser?
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Da haben unsere deutsche Studenten ja nochmal Glück gehabt, nicht in den dänischen Polizeikessel gekommen zu sein. Der hunderte von Demonstranten eingekesselt hat und im Grunde genommen auch freidliche Demonstranten die freiheitlichen europäischen Grundrechte genommen hat.
Die dänische Regierung unter dem von Rechtsliberalen unterstützten Ministerpräsident Rasmussen, hat da ihre rechte Fratze gezeigt. Extra für den Weltklimagipfel haben sie nämlich ihr Demonstrationsrecht geändert, dass zeigt wie die dänische Gesellschaft nach rechts außen abdriftet und zu einem Unrechtsstaat verkommt.
Da nützen auch keine gut bezahlten Jobs mehr was.
Kauft und arbeitet nicht mehr bei den rechten Dänen!