KULTUR
"The Voice of Germany"
Noch ist Michael Schulte gelassen
Bevor sie im Finale singen, beantworten die Finalisten Kim Sanders, Max Giesinger, Ivy Quainoo und Michael Schulte (v.l.) die Fragen der Journalisten. Foto: Richard Hübner
Berlin. Warum sollten die Zuschauer gerade für euch anrufen? Wen würdet ihr als Gewinner nominieren, außer euch selbst? Was würdet ihr gerade machen, wenn es nicht bei "The Voice" geklappt hätte? Mit Fragen über Fragen wurden am Mittwoch die Finalisten der Fernsehshow "The Voice of Germany" bei der Final-Pressekonferenz in Berlin gelöchert. Ins Finale haben sich Ivy Quainoo, Kim Sanders, Max Giesinger und der Dolleruper Michael Schulte gekämpft. Am Freitag entscheidet sich, wer von ihnen "The Voice of Germany" ist (20.15 Uhr, Sat1).
Prosieben/Sat.1-Unterhaltungschef Wolfgang Link erzählt, warum die Castingshow überhaupt gesendet wird. Das Team habe sich gefragt, "ob man auf dem deutschen Markt noch eine Castingshow etablieren kann", und die Mitarbeiter seien sich sicher gewesen: "Mit ,The Voice‘ geht das!" Der Erfolg habe aber klar die Erwartungen übertroffen. Für diesen Herbst ist bereits eine weitere Staffel geplant.
"Wir haben es alle verdient"
"Bisher schaue ich gelassen aufs Finale", sagt Michael Schulte. Er und seine Konkurrenten werden alle mit ihrem Coach auftreten, jeder mit einem anderen Stargast und ihren eigenen Song solo auf der Bühne darbieten. Michael Schulte erzählt, dass es früher tatsächlich sein Traum gewesen sei, mit Rea Garvey zu arbeiten, der ihn als Coach durch den Wettbewerb begleitet und mit dem er zusammen seinen eigenen Song "Carry me home" geschrieben hat. Schultes Kumpel Max Giesinger wirft dazu ein: "Ich habe in Michael meinen Duettpartner gefunden, mit dem ich weiter Musik machen möchte."
Wenn die Zuschauer überzeugt werden sollten, warum sollte gerade jeder einzelne von Euch gewinnen? "Weil ich mit meiner Stimme Liebe ausstrahle", sagt die 42-Jährige Kim Sanders dazu. "Wegen meiner Lockerheit auf der Bühne", meint Max Giesinger. Schulte schaltet auf fair, verschweigt seinen eigenen Bonus: "Wir haben es alle verdient, weil wir uns weiterentwickelt haben." Taktik oder Ehrlichkeit? Wohl eher Letzteres, wenn Schultes weitere Einwürfe betrachtet werden. Sobald eine Frage kommt, wird ihm als erstes das Mikrophon in die Hand gedrückt. "Warum muss ich immer anfangen zu antworten?", ist seine Reaktion darauf. Als Giesinger bemerkt, dass er im Finale für Schulte stimmen würde, wegen ihrer neuen, engen Freundschaft, sagt Schulte: "Muss ich das jetzt auch sagen? Nein, Quatsch..."
Stündlich ändert sich, wer vorne liegt
Doch wo wären die vier jetzt, wenn sich kein Coach bei den "Blind Auditions" zu ihnen umgedreht und sie damit gewählt hätte? "Das wäre nicht so schlimm", meint die 19-Jährige Ivy Quainoo, "Ich hätte sowieso Gesang studiert!" Alle sind sich einig: Mit oder ohne "The Voice" hätten sie Musik gemacht. "Das ist kein Hobby, es ist uns angeboren", bemerkt Kim Sanders. Das versucht das Duo Schulte und Giesinger gleich darauf zu beweisen: Beide singen jeweils einen Teil ihrer eigenen Songs "Carry me home" und "Dach der Welt" live und a capella. Eben mal so, spontan. Und ernten großen Beifall.
Zurzeit lassen sich die Songs der Finalisten im Internet runterladen, jeder Download zählt doppelt so viel, wie ein Zuschauer-Anruf am Freitag. Viele fragten sich bereits, wer denn bei den Downloads vorne liegt. "Das ändert sich stündlich – am Montag lag jedoch Ivy vorne", verrät Unterhaltungschef Wolfgang Link. Keine Sorge für Schulte-Fans: Der Rotschopf lag nur knapp dahinter an zweiter Stelle. Keiner weiß oder will verraten, wie es aktuell aussieht. "Das sehen wir am Freitag", bemerkt Link.
"Carry me home" kann man unter anderem auf musicload.de, amazon.de sowie bei iTunes herunterladen.
Am Freitagabend nach der Show liefert shz.de eine frische Final-Kritik.
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