KULTUR
14,1 Millionen für Bilder aus Sammlung Hubertus Wald
London. Der erste Teil der Sammlung des Hamburger Kunstmäzens Hubertus Wald hat bei einer Auktion in London deutlich mehr als den geschätzten Höchstpreis erreicht. Die 17 Werke, die am Dienstagabend bei Christie’s angeboten wurden, wurden für insgesamt 14,1 Millionen Euro verkauft, teilte das Auktionshaus gestern mit. Gerechnet worden war mit maximal rund 12,6 Millionen Euro.
Als vielversprechendstes Werk der Sammlung hatte im Vorhinein eine Ansicht des Eiffelturms von Robert Delaunay gegolten. Die Erwartungen wurden erfüllt: Das in Rot, Grün und Gelb gehaltene Bild wurde für 3,7 Millionen Pfund (4,4 Millionen Euro) verkauft. Der höchste Schätzpreis hatte bei 2,5 Millionen Pfund gelegen. Wald hatte die Darstellung, die eine von vielen des Pariser Wahrzeichen durch Delaunay ist, in den späten 1970er Jahren erworben.
Die Versteigerung gehörte zur Abend-Auktion Impressionistischer und Moderner Kunst bei Christie’s. Gestern standen weitere Werke aus der Hubertus-Wald-Sammlung zum Verkauf. Insgesamt schätzte das Auktionshaus sie auf einen Wert von bis zu 20 Millionen Pfund. Der Erlös geht an die Hubertus-Wald-Stiftung, die sich der medizinischen Forschung und der Förderung der Kunst verschrieben hat.
Wald war 2005 im Alter von 92 Jahren verstorben. Der ehemalige Kinobetreiber gehörte zu den bedeutendsten Kunstmäzen seiner Zeit. Er hatte stets betont, dass er es als wichtige Aufgabe ansehe, seinen Reichtum zu teilen.
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