HAMBURG
Menschenkette
Keine Unterstützung für Anti-AKW-Aktion aus Hamburg
Hamburg. Aus der Hamburger Bürgerschaft kommt keine offizielle Unterstützung für die Anti-Atom-Kette. Die schwarz-grüne Mehrheit lehnte am Donnerstag einen Antrag der SPD ab. Die hatte gefordert, das Landesparlament solle zur Beteiligung aufrufen, der Senat im Bund gegen längere AKW-Laufzeiten kämpfen. "Brunsbüttel und Krümmel gehören zu den pannenreichsten Reaktoren. Beide müssen vom Netz", sagte Umweltexpertin Monika Schaal (SPD). Die Meiler im Nachbarland seien auch gefährlich für die Metropole. Sie erinnerte an den Massenausfall von Hamburger Ampeln, als das AKW Krümmel 2009 wieder angefahren wurde.
Dora Heyenn (Linke) warf den Grünen vor, sich im Senat nicht für ihre ureigenste Forderung nach einem Ende der Atomzeit einzusetzen: "Sie müssen mal Muckis zeigen und ihrem CDU-Partner klarmachen, wo es langgeht." Umweltsenatorin Anja Hajduk (GAL) mied das Mikrofon. Ihre Parteifreundin Jenny Weggen nannte die Anti-AKW-Aktion "großartig". Aber: "Wir sind weder die genehmigende Behörde, noch entscheiden wir über Laufzeitverlängerungen."
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