FLENSBURGER TAGEBLATT

 

1. Sommer-Uni

Studenten lernen Umgang mit Medien

18. August 2010 | 17:01 Uhr | Von Kristof Gatermann

Nadien Ditter (links) zeigt Lehramtsstudentin Amelie Jeß, wie man lötet. Die beiden wollen eine Handtasche mit Alarmanalge herstellen. Für die künftige Technik- und Textillehrerein Jeß ist das eine Möglichkeit, den Unterricht interessanter zu gestalten. Foto: Gatermann

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Was die Animation von Trickfilmen, die Programmierung von Computerspielen und journalistisches Schreiben mit dem Unterricht zu tun haben? Jede Menge.

Flensburg. "Schulen spielen eine entscheidende Rolle bei der Vermittlung von Medienkompetenz. Deswegen brauchen wir medienpädagogisch und medienpraktisch gut ausgebildete Lehrkräfte", sagt Isabel Rodde, Mitarbeiterin im Bereich Medienbildung an der Universität Flensburg. Dazu soll die erste Sommer-Uni beitragen, die Rodde organisiert hat. Gefördert wurde sie von der Medienanstalt Schleswig-Holstein/Hamburg.

Mehr als 130 Studenten aus Schleswig-Holstein haben in den vergangenen Tagen zum Thema "Medien machen Schule" gearbeitet. "Der Umgang mit Medien soll in den Schulen als Schlüsselkompetenz vermittelt werden", erklärt Rodde. Bisher hätten viele Lehrer Medien jedoch zurückhaltend eingesetzt. Sie scheuten sich, da sie sich zu wenig auskennen, vermutet Rodde. Das müsse sich ändern.

"Medienkompetente Schüler brauchen Lehrer, die sich mit Medien gut auskennen."

Und so lernten die Teilnehmer unter Anleitung von Experten die mediale Welt der Kinder und Jugendlichen kennen. Sie animieren mit Knetfiguren Trickfilme, um zu sehen, wie Bilder laufen lernen. Und Dinge durch Knete darzustellen, das kann sich Johanna Knüpper auch für den Unterricht vorstellen. "Das ist besser als nur mit Arbeitsblättern zu arbeiten", sagt die künftige Sonderpädagogin. Mit dem Wissen, wie man eigene Computerspiele programmiert, können Lehrer beispielsweise Unterrichtsinhalte mit den Schülern in eigene kleine Spiele umsetzen, sagt Rodde. Und Studentin Anja Heil will ihre neuen Fähigkeiten über das Schreiben für Zeitungen in Projekte wie eine Schülerzeitung einfließen zu lassen.

Während die Studenten ihr medienpädagogisches Profil schärfen konnten, erhielten 25 Lehrer in der Sommer-Uni die Zusatzqualifikation "Medienbildung in der Schule - IT-Medienkompetenz", die die Uni in Zusammenarbeit mit dem Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen in Schleswig-Holstein erstmals angeboten hatte. Dabei ging es darum, den Teilnehmern zu zeigen, wie sie die Themen Handys, PC-Spiele und den Umgang mit dem Internet im Unterricht bearbeiten können.

Für Organisatorin Rodde war die Sommer-Uni ein Erfolg, das Angebot wurde gut angenommen. Das sei wichtig, denn: "Medienkompetente Schüler brauchen Lehrer, die sich mit Medien gut auskennen."


 

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