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Neues Buch
Möglichkeiten und Grenzen der Sportvermittlung im Netz
Die seit Beginn des vergangenen Jahrzehnts veränderte Ausrichtung des Internets - unter dem Schlagwort Web 2.0 bekannt - hat zu wesentlichen (Grenz-) Verschiebungen in der Beteiligung der Nutzerinnen und Nutzer geführt. Neuere Formen wie beispielsweise Social Networks, Blogs oder Podcasts und deren gemeinschaftliche Gestaltungsmöglichkeiten beziehen den ehemals passiven Rezipienten in deutlich aktiverer Form ein. Für den Sport entsteht so eine Notwendigkeit zur praxisbezogenen, aber auch kritischen Betrachtung über mögliche Konsequenzen für die Produktion, Bereitstellung und den unterrichtsbezogene Einsatz solcher Medienformen.
Prof. Dr. Jürgen Schwier (Universität Flensburg) arbeitet seit Jahren im Bereich Medien und Sport; er belegte zusammen mit Dirk Dillmann 2009 den 3. Platz im Wettbewerb Flensburg Innovativ! mit dem Projekt e-Sportpark. Jugendliche produzieren im e-Sportpark - ein BMX- und Skatepark - selbst Filme über ihre Sportart, stellen sie ins Netz, tauschen sich in ihm aus. Sie lernen, Erlerntes weiterzugeben und erhalten Medienkompetenz. Die neuen Medienformen können auch als neue Vermittlungsmethode den Sportunterricht oder das Training ergänzen, so Schwier, mit Podcasts und Videos ließen sich Bewegungsabläufe in den Zeiten zwischen den Übungsstundenstunden noch einmal studieren und das sehr viel besser, als ein Text es zu erklären vermag. Sportwissenschaft 2.0 skizziert die Potenziale von Web 2.0-Anwendungen für den Sport. Neben Beiträgen zur theoretischen Grundlegung und zur kritischen Reflexion des aktuellen Diskussionsstands enthält der Band diverse Beispiele aus der Vermittlungspraxis - vom Fitnesssport über den Tennisunterricht und die sportbezogene Jugendarbeit bis zur Trainerausbildung.
Das Buch ist im Sportverlag Strauß erschienen und kostet 18.80 Euro.
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