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Bildungsforscher

360 000 Euro Forschungsgelder für die Uni

09. Februar 2012 | Von sh:z

Gerd Grözinger vom Fachgebiet Sozial- und Bildungsökonomie untersucht regionale Unterschiede der betrieblichen Innovationsfähigkeit.

Flensburg. Am Anfang stand eine Ausschreibung. Das Bundesforschungsministerium formulierte einen neuen Schwerpunkt: Gefördert werden sollten Forschungsvorhaben zur Innovationsfähigkeit im demografischen Wandel. Daraufhin taten sich Wissenschaftler von der Hamburger, der auch in Hamburg ansässigen Helmut-Schmidt- und der Flensburger Universität zusammen und entwickelten ein Projekt, in dem sie in unterschiedlichen Fächer zusammen arbeiten wollten.

Jetzt wurden gut 1,9 Millionen Euro bewilligt, von denen mehr als 360 000 Euro nach Flensburg fließen. Prof. Gerd Grözinger vom Fachgebiet Sozial- und Bildungsökonomie führt dabei das Teilprojekt zur Untersuchung regionaler Unterschiede betrieblicher Innovationsfähigkeit durch. Dazu werden eine Vielzahl regionalwissenschaftlicher Daten ausgewertet und mit neueren Ansätzen der Milieutheorie verknüpft. Grözinger, Volkswirt und Soziologe, freut sich auf die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Kollegen aus der Psychologie und der Betriebswirtschaftslehre. Ziel des Verbundprojektes ist die Entwicklung eines Analyse-Instruments zur Messung von Innovationspotenzialen unter den Bedingungen demografischer Veränderungen. Dabei geht es nicht nur um Wissenschaft: In einer Praxisvariante soll es das zu entwickelnde Instrument Firmen, kommunalen und regionalen Einrichtungen erleichtern, Herausforderungen wie Alterung und zunehmender Vielfältigkeit von Belegschaften und Bevölkerungen produktiv zu begegnen. Eine Vielzahl von Kooperationspartnern - darunter auch die IHK Flensburg - unterstützt das Vorhaben.

Für Grözinger ist das Projekt ein gutes Beispiel für das neue Leitbild der Uni. Es ist wegen der Verbindung von Wissenschaft und praktischer Anwendbarkeit "Horizonte eröffnend", dazu räumliche wie fachliche "Grenzen überwindend" sowie "Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit und Vielfalt" verbindend. Denn für ihn wird der demografische Wandel nur dann zu bewältigen sein, wenn die unterschiedlichen Interessen vieler Einzubeziehender ausbalanciert werden können.


 

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