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Wacken

Wie gefährlich sind die Strom-Aggregate?

07. August 2012 | 07:37 Uhr | Von Michael Althaus


Wie dieser Metal-Fan aus Böblingen brachten Tausende Festival-Besucher ein Notstrom-Aggregat mit nach Wacken. Nach dem Tod eines jungen Mannes wird über ihr Verbot diskutiert. Foto: Nagar

Wie dieser Metal-Fan aus Böblingen brachten Tausende Festival-Besucher ein Notstrom-Aggregat mit nach Wacken. Nach dem Tod eines jungen Mannes wird über ihr Verbot diskutiert. Foto: Nagar

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Mit Betroffenheit wurden die Bauten des Wacken Open Air demontiert. Nach dem Tod eines Besuchers wird über die Gefahr von Notstromaggregaten diskutiert.

Wacken. Aggregate sind auf Festivals kaum wegzudenken. Die meisten der Camper auf dem Wacken Open Air hatten Stromerzeuger dabei, um Musik zu hören, die Getränke zu kühlen oder den Laptop zu benutzen. Erstmals ist nun ein junger Mann auf dem Metalfestival an einer Kohlenmonoxidvergiftung gestorben. Nach dem vorläufigen Ergebnis der Obduktion betrug der Kohlenmonoxid-Gehalt in seinem Blut 49 Prozent. Auslöser waren die Abgase eines Generators. Wird das Folgen haben?

Derzeit sei es noch zu früh, etwas dazu zu sagen, so Veranstalter Thomas Jensen. "Im Moment überwiegt bei uns eher die Trauer und die Betroffenheit. Wir warten jetzt auf Infos."

Vorfall soll am runden Tisch thematisiert werden

Der Todesfall werde mit Sicherheit eine Rolle bei den Nachbereitungen spielen, sagt der Leitende Verwaltungsbeamte vom zuständigen Amt Schenefeld, Andreas Faust: "Wir sind im ständigen Prozess, wie wir die Sicherheit für die Besucher, aber auch für die Bevölkerung sicherstellen können. Insofern werden wir diesen Fall natürlich auch intensiv diskutieren." An einem runden Tisch von Veranstaltern, Behörden und Einsatzkräften werde der Vorfall thematisiert.

Ein absolutes Verbot der Geräte würde vielen Festivalbesuchern zu weit gehen, wie eine Diskussion auf unserer Facebookseite zeigt: "Ganz klar nicht verbieten. Ist sicher tragisch, aber es hätte auch durch einen anderen Umstand passieren können", postet David Pilasik.

"Die Dinger sind so nervig"

Andere dagegen würden sich über ein Tabu für die Aggregate freuen, nicht auf Grund des aktuellen Todesfalls, sondern vor allem wegen der Lärmbelästigung: "Weg damit. Die Dinger sind so nervig, stinken und wie man nun weiß gefährlich", kommentiert Dirk Jacobs.

Bis dato sind auf dem Wacken Open Air Aggregate bis zu einer Leistung von einem Kilowatt erlaubt. Auf ihrer Internetseite verlangen die Veranstalter einen verantwortungsvollen Umgang mit den Geräten: "Bei unsachgemäßem Gebrauch wird das Sicherheitspersonal die Aggregate konfiszieren", heißt es dort.


 
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