SCHLESWIG-HOLSTEIN
Vergewaltigung während der Holstenköste
Sextäter von Neumünster - Hinweise nach "Aktenzeichen XY"
Neumünster / München. Er ist noch immer nicht gefasst, doch die Schlinge zieht sich enger. In der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY" ist der Vergewaltiger von Neumünster bundesweit gesucht worden. Nach der Sendung klingelten sowohl im Studio in München als auch bei der Polizei in Neumünster die Telefone. 19 Anrufer meldeten sich. "Wir haben einige interessante Ansätze bekommen", sagte Kriminalkommissar Frank Grantz (40).
Der Fall: Eine Realschülerin (17) feiert in der Nacht zum 7. Juni 2008 mit einem Freund auf der Holstenköste, einem Stadtfest in Neumünster. Als sie ihn aus den Augen verliert, geht sie zum vereinbarten Treffpunkt, dem Parkplatz im Sagerviertel. Sie wird dabei von einem etwa 30 Jahre alten Mann verfolgt, der sie überwältigt und vergewaltigt. Ein Pärchen hört das Opfer weinen und schreien, eilt zu Hilfe. Der Mann flüchtet.
Könnte ein Massen-Gentest helfen?
Die Polizei hält den Täter für gefährlich, glaubt, dass er wieder zuschlagen wird. "Er ging zielgerichtet und brutal vor, scheint erfahren in der Anwendung sexueller Gewalt", so Grantz. Es schreckte ihn nicht ab, dass der Parkplatz beleuchtet und videoüberwacht ist. Zudem fuhren zur Tatzeit etliche Autos durch die Schranken. Ihre größte Hoffnung setzen die Ermittler daher auf andere Nachtschwärmer. Aber es gibt noch weitere Ansätze: Der Täter hat seinen genetischen Fingerabdruck hinterlassen. Die DNA findet sich jedoch nicht in der Datenbank. Wenn aber ein Verdächtiger ausgemacht ist, kann er überführt werden. Könnte ein Massen-Gentest helfen? Polizeisprecher Rainer Wetzel: "Das hat der Staatsanwalt noch nicht entschieden." Dagegen spricht, dass an diesem Tag 200.000 Besucher aus allen Teilen des Landes in Neumünster waren - wo also ansetzen?
Ein Phantombild zu erstellen, war dem Opfer und den Rettern nicht möglich. Aber es gibt Bilder aus der Überwachungskamera, die den Vergewaltiger vor und nach der Tat zeigen. Gesucht wird außerdem eine Digitalcamera vom Typ Polaroid i533, die der Täter mitnahm.
Die junge Frau hat sich mittlerweile einigermaßen gefangen. "Doch das Geschehen wird sie wohl nie ganz los", so Grantz. Deshalb sei es wichtig, den Täter zu fassen. "Dann kann sie das Erlebte hoffentlich besser verarbeiten."
Die 2009 veröffentlichte Kriminalstatistik verzeichnet für Schleswig-Holstein 394 Vergewaltigungen. 306 Fälle wurden aufgeklärt. Insgesamt weist die Statistik 2333 Sexualdelikte aus. Noch höher als die Zahl der Vergewaltigungen ist die Zahl der sexuell missbrauchten Kinder. Hier wurden 487 Fälle bekannt, 388 Fälle aufgeklärt. Den höchsten Anstieg von Taten gab es beim Besitz von Kinderpornografie (plus 13,9 Prozent auf 262 Fälle).
Leserkommentare
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Das diese armen irren Spinner sich immer wieder an Frauen und/oder Kinder vergreifen müssen, kotzt mich an. Wenn Ihr es doch so "nötig" habt, geht im Puff oder zum Strassenstrich! Versaut uns und unseren Töchtern und Frauen nicht ihr Leben!
Wenn der Mann gefasst wird, hoffe ich auf eine gerechte Strafe... nicht nur die 2 Jahre, wenn überhaupt, Gefängnis, sondern selbst regelmässig zum Opfer werden, und anschliesend Schwanz ab. Mal sehen, was das wieder fürn Geheule gibt.
echt zum Kotzen sowas.
thomas-nms