SCHLESWIG-HOLSTEIN
Hamburg Messe
Hanseboot zeigt Optimismus der Bootsbranche
Der Anker wird für die Messe aufpoliert. Auch die Zukunft der Bootsbauer glänzt wieder mehr. Foto: dapd
Die Hanseboot 2010 in Hamburg soll den zurückkehrenden Optimismus der Bootsbranche nach dem Krisenjahr 2009 widerspiegeln. "Das Vertrauen in den Markt ist gewachsen", sagte der Chef der Hamburg Messe und Congress GmbH, Bernd Aufderheide, am Donnerstag. "Die positive Stimmung kann man merken." Das machte er daran fest, dass sich 54 Aussteller mehr als im vergangen Jahr zur Hanseboot angemeldet haben.
Seit Samstag läuft die 51. Internationale Bootsausstellung in Hamburg. Bis zum 7. November zeigen täglich 755 Aussteller aus 25 Nationen ihre Angebote, vom Boots-Zubehör bis zur etwa 2,6 Millionen Euro teuren 19-Meter-Motorjacht.
Finnland ist Partnerland
Neben 10 Hallen mit 76.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche (knapp halb so groß wie die Binnenalster) werden auch der Traditionsschiffhafen in der Hafen-City und der City-Sportboothafen zur Präsentation von Booten genutzt. "Das ist ein deutliches Plus bei Anmelderzahlen und Fläche", sagte der Messechef. Bei der Hanseboot setze man weiterhin auf einen Mix aus Expertentreffen und Erlebnismesse.
Partnerland in diesem Jahr ist das im Boots- und Schiffbau traditionell starke Finnland. Allerdings habe die fast ausschließlich exportorientierte Bootsbranche dort im vergangenen Jahr einen Einbruch von 40 Prozent hinnehmen müssen, der nun langsam wieder aufgeholt werde, sagte der Geschäftsführer des Zentralverbandes der finnischen Bootsbranche, Jouko Huju.
"Eine saubere Ostsee ist wichtig"
Die Generalkonsulin Finnlands in Hamburg, Erja Tikka, hob die Gemeinsamkeiten ihres Landes mit Hamburg und Norddeutschland hervor: "Uns verbindet die Nähe zum Wasser und die Bedeutung der Schifffahrt." Finnland und Norddeutschland teilen die Nähe zur Ostsee ebenso wie die Sorge um die Belastung des Meeres. "Es ist wichtig für die Bootsindustrie eine saubere Ostsee zu haben", betonte Tikka.
Neben der Besichtigung von Motor- und Segelbooten von der Einsteiger- bis zur Luxusklasse erwartet die Besucher ein Programm mit Vorträgen, Diskussionen, Präsentationen und Vorführungen. So werden Kinder gemeinsam an einem "Optimisten" bauen, es gibt eine Törnberatung und Strandsegeln, ein Kunstforum "art maritim" und zahlreiche Expertengespräche. Und auch Erwachsene können aktiv werden: In Halle A3 kann ab Montag jeder selbst "Blokart" fahren. Das ist wie Gokart, aber mit Segel. Zu den Außenstellen im Hafen fährt ein Pendelbus. Für den City-Sportboothafen und den Traditionsschiffhafen am Sandtorkai wird kein Eintritt erhoben.
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