PANORAMA
Polizei und Feuerwehren
Viele Notfälle in der Neujahrsnacht
Dieser Reiterhof in Nettelsee (Kreis Plön) brannte in der Neujahrsnacht komplett nieder. Die Brandursache ist noch unklar. Foto: Friederichs
Die Hamburger Feuerwehr berichtete am Neujahrsmorgen von insgesamt 1168 Einsätzen in 12 Stunden. Im Vorjahr waren es 80 Einsätze weniger. Das große Feuerwerk am Hamburger Hafen mit rund 25.000 Besuchern blieb jedoch ohne ernste Zwischenfälle. Die Polizei in Kiel zählte 200 Einsätze in 12 Stunden - meist wegen Randalierern und kleineren Bränden.
Reiterhof im Kreis Plön niedergebrannt
Ein Reiterhof in Nettelsee (Kreis Plön) wurde in der Neujahrsnacht durch ein Feuer zerstört. Wie die Polizei in Plön am frühen Donnerstagmorgen mitteilte, verursachte der Brand einen Schaden von mehreren hunderttausend Euro. Die Besitzer des Reiterhofs, ein Ehepaar uns seine Tochter, brachten die Tiere in Sicherheit und erlitten dabei eine leichte Rauchvergiftung. Wodurch das Feuer ausbrach, war zunächst unklar. In Schönberg (Kreis Herzogtum Lauenburg) brannte ein Autohaus ab. Weil das Gebäude ein Blechdach hatte, kamen die Löschkräfte nur schwer an die Flammen heran. Auch die Wohnung des Geschäftsinhabers wurde komplett zerstört, verletzt wurde niemand. Die Bewohner waren auf Kurzurlaub in Dänemark.
Auch die Polizei in Neumünster berichtete von zwei Bränden. Im Stadtgebiet brannte ein Dachstuhl eines Mehrfamilienhauses sowie ein Einfamilienhaus. Alle Bewohner konnten sich jedoch rechtzeitig in Sicherheit bringen. In Langballig (Kreis Schleswig-Flensburg) brannte ebenfalls der Dachstuhl eines Einfamilienhauses. Menschen kamen bei dem Feuer nicht zu Schaden.
Bei Schlägerei in Ostsee gestürzt
In Flensburg spricht die Polizei von einem "relativ ruhigen Jahreswechsel". Die Beamten wurden zu 130 Einsätzen gerufen - 26 Mal wegen Körperverletzungen. Eine Person fiel gegen 6 Uhr während einer Schlägerei an der Hafenspitze ins Ostseewasser, kam anschließend mit Unterkühlung ins Krankenhaus.
Im Kreis Schleswig-Flensburg zählte die Einsatzleistelle 134 Notrufe, davon 13 Brände - 9 Feuer mehr als im Vorjahr. In Langballig vernichteten die Flammen den Dachstuhl eines Einfamilienhauses. Es wurde unbewohnbar, verletzt wurde niemand. In Weding wurden Autositze, Schrott und Metall auf einem Firmengelände angezündet. In Schleswig brannten mehrere Mülltonnen und eine Sandkiste. Auch zu Schlägereien musste die Polizei im Kreis Schleswig-Flensburg ausrücken - insgesamt 20 Mal. In Kropp schlugen mehre Personen einen 15-Jährigen zusammen. In Schleswig kam es zu einem Familienstreit - ein Beteiligter musste mit einer gebrochenen Nase ins Krankenhaus. Ebenfalls in Schleswig schlug ein 47-jähriger Urlauber seine Lebensgefährten zusammen. Am Mittag des Neujahrstages trat er sie mit Stiefeln und schlug sie mit ihrem Kopf auf das Pflaster. Auch ihr Enkelkind wurde verletzt.
Böller vor dem Gesicht explodiert
Durch den leichtsinnigen Umgang mit Feuerwerkskörpern erlitten in der Neujahrsnacht auch mehrere Kinder und Jugendliche Verletzungen. Vor dem Gesicht eines 12-jährigen Mädchens explodierte ein Böller in Hamburg-Bergedorf, wie die Feuerwehr berichtete. Das Kind, das bei einem früheren Unfall bereits ein Auge verloren hatte, erlitt Verletzungen an seinem gesunden Auge sowie Verbrennungen im Gesicht. Ein Neunjähriger wurde in Hamburg-Harvestehude schwer verletzt. Feuerwerkskörper hatten den Jungen getroffen. Im Stadtteil Kirchwerder explodierte ein Böller vor dem Gesicht eines Achtjährigen. Der Junge erlitt Verletzungen am linken Auge sowie Verbrennungen im Gesicht. Ein zehn Jahre alter Junge in Neugraben musste mit Verbrennungen im Nacken behandelt werden. Ihn hatte eine Rakete getroffen.
Ein 22-Jähriger verlor im Schanzenviertel einen Teil des Ringfingers, weil ein Böller in seiner Hand explodiert war. Laut Angaben der Feuerwehr wurden auch seine Handfläche und sein Daumen zerfetzt. In Hamburg-Marmstorf verlor ein 30-Jähriger die Kuppe seines linken Ringfingers. In Hamburg-Fuhlsbüttel verletzte sich ein 36-Jähriger schwer an seinem Mittel- und Ringfinger, weil ihm ein Böller in der rechten Hand explodiert war. Auch ein 24-Jähriger aus Hamburg-Eppendorf, ein 21-Jähriger aus dem Stadtteil Eimsbüttel und ein 30-Jähriger aus Neugraben verletzten sich durch Feuerwerkskörper.
Aus sechs Metern Höhe gestürzt
Eine 55 Jahre alte Frau stürzte in der Neujahrsnacht im Hamburger Stadtteil St. Pauli von einer Brüstung aus sechs Metern Höhe. Sie erlitt schwere Verletzungen an der Hüfte. Im Stadtteil Neustadt verletzte sich ein 19-Jähriger als er aus einer Dachluke auf ein Treppengeländer fiel.
In Hamburg-Fuhlsbüttel brannte am es Silvesterabend im Erdgeschoss eines dreistöckigen Wohnhauses. 50 Menschen mussten das Gebäude verlassen. Ein Bewohner kam mit einer Rauchvergiftung in ein Krankenhaus. In einem Beach-Club in St. Pauli brannte in der Nacht eine Strohhütte. Ein Gast kam mit einer Rauchvergiftung ins Krankenhaus.
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