PANORAMA

 

Kegelrobben

Babyboom auf Helgoland

12. Januar 2009 | 07:30 Uhr | Von Mira Nagar

Das jüngste Robbenbaby "Nummer 362" ist erst wenige Tage alt. Foto: Dewanger

Bild 1 von 9
Große Kulleraugen und weißes Plüschfell - 65 Kegelrobben sind in dieser Saison auf der Helgoländer Düne zur Welt gekommen - zehn mehr als im vergangenen Winter.

Die Kegelrobbenkolonie auf Helgoland wächst beständig. Die 65 Geburten in dieser Saison brechen  den Rekord vom vergangenen Winter.

Das jüngste Baby ist erst wenige Tage alt und heißt schlicht "Nummer 362". Denn so viele Kegelrobben sind bisher auf der Hochseeinsel geboren worden, seitdem sie sich  in den 90er Jahren wieder angesiedelt haben. Robbenjäger Rolf Blädel tackert den jungen Tieren eine grüne Marke in die Hinterflosse - in geraden Jahren in die rechte, un ungeraden in die linke. Daran können Wissenschaftler das Leben und die Wanderung der Raubtiere verfolgen. "Es heißt, sie vagabundieren durch die gesamte Nordsee", sagt Blädel.

Die ersten vier Lebenswochen liegen die weißen Plüschbälle  jedoch zwischen Steinen und in Sandkuhlen und haben vor allem eines zu tun:  fett werden. Etwa 1,5 Kilogramm legen sie  am Tag zu. Nach dem Fellwechsel robben sie in die Nordsee und müssen sich allein durchschlagen.


 

Leserkommentare

 
CARMEN 12.01.2009 17:17
Robbe

So eine will ich auch haben!

CHRISTIAN ERDMANN 27.01.2009 15:55
Kegelrobben werden gestört.

Ja ein lohnendes Ausflugziel.Die Kegelrobben auf der Düne. Keine Frage. Nur leider stören uneinsichtige Touristen massiv die Kegelrobbenmütter bei der Versorgung ihrer Jungtiere. Die 30 Meter Sicherheitsabstand wurden hier nie eingehalten. Drei Meter werden unterschritten um ein gelungenes Foto für das Album zu Hause zu schießen. Da ist es egal ob das schlafende Jungtier gestört oder die Mutter daran gehindert wird zu ihrem Jungtier zu kommen. Hier wären Ranger gefordert die den Besuchern den Umgang mit den Robben zeigen bzw. uneinsichtige von der Düne verwaisen. Wäre doch schade wenn die Kegelrobben abwandern nur weil Dummköpfe sich hier fasch verhalten. Eine Attraktion weniger für Helgoland.
Mit freundlichen Grüßen Christian Erdmann



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