AKTIVREGION 21

 

Innere Lübecker Bucht

Ort der Ruhe und Begegnung

07. Juni 2011 | 16:49 Uhr | Von Wolfgang Henze


Bauamtsleiter Dieter Rodewald und Bürgermeisterin Brigitte Rahlf-Behrmann wollen eine neue Stätte der Begegnung schaffen. Foto: Henze

Bauamtsleiter Dieter Rodewald und Bürgermeisterin Brigitte Rahlf-Behrmann wollen eine neue Stätte der Begegnung schaffen. Foto: Henze

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Die Stockelsdorfer Kirche ist sicherlich eines der schönsten sakralen Bauwerke in Schleswig-Holstein.

Obwohl im Stile schlichter Backsteingotik erbaut, besticht sie durch eine beeindruckende architektonische Ausstrahlung, die auch durch die gründliche Restaurierung in den letzten Jahren zusätzlich gefördert wurde. Längst steht sie unter Denkmalschutz, war einst weithin sichtbar im Ort, wurde erst in den letzten Jahrzehnten durch Pflanzen und Bäume, aber auch durch die Errichtung profaner Zweckbauten in ihrer Nähe, zugestellt, wurde dadurch beinahe unsichtbar.

Um die Kirche wieder an ihre frühere optische Dominanz heranzuführen, wurde nun im Stockelsdorfer Rathaus ein umfangreicher Plan entwickelt, dessen letzter Arbeitspunkt die völlige Umgestaltung des Kirchenvorplatzes ist. Und dessen Realisierung wurde bereits im letzten Sommer in Angriff genommen und soll noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. So richtig viel ist davon zwar zurzeit noch nicht zu sehen, vielmehr versinken Besucher bei regnerischem Wetter ordentlich im Schlamm vor der Kirche, denn die Erdbauarbeiten sind zurzeit im vollen Gange.

Flächen der Begegnung geschaffen

Dieter Rodewald, Bauamtsleiter der Gemeinde vor den Toren Lübecks, ist jedoch zuversichtlich, dass die Umgestaltung des Areals noch in diesem Jahr abgeschlossen werden kann. "Schließlich gibt es ja auch bindende Verträge", so Rodewald.

Auf dem rund 7500 Quadratmeter großen Areal vor der Kirche wird es künftig Räume der Ruhe aber auch Flächen der Begegnung geben. Die historische Zentralität soll durch diese Neugestaltung wieder deutlich hervorgehoben werden. Kernstück der Planung wird die abwechslungsreich ausgebaute Zuwegung zur Kirche mit begleitenden Heckenelementen, aber auch mit so genannten Gabionen sein. Bei letzteren handelt es sich um stahldrahtbewehrte Mauerformen, die mit Steinen oder auch Glas befüllt werden. Auch einen "Pfad der versteinerten Gedanken" soll es geben, sinnvoll durch städtebauliche Möblierung ergänzt, wie Bänke, Papierkörbe, Fahrradständer und besondere Beleuchtungselemente. Der Endpunkt der zentralen Wegeachse wird durch einen quadratischen Platz gebildet, der das Entree zur Kirche markiert. Eine effektvolle Beleuchtung wird die Gestaltung des Kirchenvorplatzes auch in der Dunkelheit erlebbar machen. Für Bürgermeisterin Brigitte Rahl-Behrmann ist jedenfalls klar, dass mit der Fertigstellung des Kirchenvorplatzes ein weiterer großer Schritt in der Umsetzung des "Rahmenplans Ortsmitte" getan sein wird. "Stockelsdorf wird also wieder ein Stück schöner werden", so die Bürgermeisterin. 

(whe, shz)


 
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