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Schleswig-Holstein am Sonntag

31. Juli 2014 | 03:18 Uhr

Demo gegen Helios : "Ein Anschlag auf die Moral"

vom

Großdemo in Kiel: 3500 Menschen demonstrierten gegen Massenkündigungen bei den Damp-Kliniken. Auch Politiker marschierten mit. Allen voran: Ministerpräsident Torsten Albig.

Kiel | Für das Grundrecht auf Streik und gegen die Tarifpolitik der Helios Kliniken GmbH - lautstark machten Freitag rund 3500 Mitarbeiter ihrer Wut und Empörung über das Verhalten ihres Arbeitgebers Luft. Sie und einige Landespolitiker folgten dem Demonstrationsaufruf der Gewerkschaften Verdi und NGG (Nahrung Genuss Gastronomie) und zogen vom Gewerkschaftshaus durch die Kieler Innenstadt bis zum Fördeufer.
Im Mittelpunkt der Forderungen steht die Rücknahme der Massenkündigung von 1000 Damper Mitarbeitern der Zentralen Service-Gesellschaft (ZSG) durch den Helios-Konzern und der Abschluss eines Überleitungstarifvertrages für die ZSG-Mitarbeiter. Helios ist seit März Eigentümer der Damp-Gruppe und hatte den Vertrag mit der ZSG Damp gekündigt, nachdem seit der vergangenen Woche die Beschäftigten mehrerer Standorte in den Streik getreten waren.


Frontalangriff auf das Streikrecht
Den Mitarbeiten während der Tarifauseinandersetzung zu kündigen, mit der Begründung, dass das konzerneigene Unternehmen ZSG streikbedingt seine vertraglich vereinbarten Leistungen nicht mehr erfüllen könne, sei unglaublich, rief Frank Bsirske, Bundesvorsitzender der Vereinigten Dienstleistungsgewerkschaft Verdi den Mitarbeitern zu. "Das ist ein beispielloser Vorgang, den es in der Bundesrepublik Deutschland seit 1947 nicht gegeben hat."
Das sei ein Frontalangriff auf das Streikrecht, der alle Gewerkschaften und Arbeitnehmer betreffe. "Hier soll ein Exempel statuiert werden, um den 38.000 Mitarbeitern des Helios Konzerns zu zeigen, was passieren kann", sagte Bsirske. "Die Entlassungen sind rechtswidrig!"
Klagen wegen Nötigung werden geprüft
Mehr noch, die Kündigungen und die Begleitschreiben des Konzerns an die Mitarbeiter dienten der Einschüchterung und der Erpressung, die als Nötigung betrachtet werden müsse, Klagen gegen den Helios-Vorstand würden geprüft. "Dieses frühkapitalistische Verhalten ist ein Anschlag auf die Moral, ein Anschlag auf alle", so der Verdi-Vorsitzende. Mit seiner Rotstiftpolitik würde Helios den guten Ruf der Damper Kliniken in Norddeutschland zerstören, ein Ruf, für den die Mitarbeiter mit ihrem Engagement sorgten, so Bsirske. Wenn ein Unternehmen 15 Prozent Rendite erwirtschaften wolle, dann gehe das nur auf dem Rücken der Mitarbeiter, zu Lasten der Patienten und auch der Versorgungsqualität. Hier seien Öffentlichkeit und Politik gefordert.

Die ließ sich nicht lange Bitten und Ministerpräsident Torsten Albig sicherte den Mitarbeiten zu, dass die Landesregierung nicht außen stehen bleiben könne, wenn es Verstöße gegen Recht und Gesetz gebe. Ja, es sei ungewöhnlich, dass sich die Politik in Tarifverhandlungen einmische. Für normale Tariflösungen seien die Gewerkschaften und die Verhandlungspartner zuständig, räumte der SPD-Ministerpräsident ein. "Was wir aber jetzt hier erleben, das ist auch ungewöhnlich, geradezu absurd", das könne die Politik nicht akzeptieren.
"Das Kapital des Unternehmens seid ihr Mitarbeiter"
Der Umgang mit den Mitarbeitern, um die Renditeziele von 15 Prozent zu erreichen, sei absolut unwürdig. "Das Kapital des Unternehmens und der Garant für die Qualität, das seid ihr Mitarbeiter", rief Albig unter dem Jubel der Demonstranten. Er forderte die Rückkehr von Helios an den Verhandlungstisch und die Rückname der Kündigungen, sie seien eine Schande.

Unterstützung sicherte den Mitarbeitern auch Franz-Josef Möllenberg, Vorsitzender der NGG, zu. Die Gewerkschaften ließen sich durch die Arbeitgeber nicht spalten, man habe den Tarifstreit gemeinsam begonnen und werde gemeinsam für das Streikrecht, die Rücknahme der Kündigungen und für das hohe Gut der Gesundheitsvorsorge kämpfen. Es könne nicht zugelassen werden, dass sich Helios den Kauf der Damp-Gruppe durch das Lohndumping bei den Mitarbeitern finanzieren lasse. Ziel der Gewerkschaften sei ein Überleitungstarifvertrag für die Mitarbeiter der ZSG, in dem Mitarbeiterrechte gewahrt werden und Löhne gesichert würden, die nicht dazu führten, dass die Mitarbeiter so wenig verdienten, dass sie um Aufstockerleistungen des Bundes bitten müssten, machte Möllenberg deutlich.
Breite Unterstützung angekündigt
Das Vorgehen von Helios sei reine Taktik, rief Ellen Paschke, Mitglied des Verdi-Bundesvorstandes, den Mitarbeitern zu. Rechte der Mitarbeiter, die teilweise Jahrzehnte lang für ihr Unternehmen gearbeitet haben, würden mit Füßen getreten. Die Helios-Manager hätten keinen Respekt, keine Moral, hielten sich nicht an Ethik und betrachteten die Mitarbeiter nur als störenden Kostenfaktor. "Krankenhäuser sind Daseinsfürsorge und gehören in die öffentliche Hand, und sind keine Spekulationsobjekte", machte Paschke deutlich. Das gelte bundesweit und deshalb werde im Verdi-Bundesvorstand geprüft, ob an allen Helios-Standorten zu Warnstreiks aufgerufen werden soll.
Politik mache Fehler, räumte Ralf Stegner, SPD-Landesvorsitzender, ein. Aber sie mache sie nicht zwei Mal, versicherte er mit Blick auf zurückliegende Privatisierungen im Gesundheitswesen. Politik werde am Handeln gemessen, deshalb versprach er ein Tarifsicherungsgesetz auf den Weg zu bringen. Unternehmen, die das nicht berücksichtigten, ihre Mitarbeiter nicht vernünftig bezahlten, die dürften auch nicht in den Genuss öffentlicher Gelder kommen, so wie der Helios Konzern, der für den Schleswiger Klinikbau 50 Millionen bekomme, so Stegner.

Zeit für "normale Tarifverhandlungen"
Unterstützung kündigte, verbunden mit der Forderung an Helios an den Verhandlungstisch zurückzukehren, der CDU-Fraktionsvorsitzende im Landtag, Johannes Callsen an. Es sei Zeit für "normale Tarifverhandlungen und Lösungen für das Unternehmen, die Mitarbeiter und die Patienten". Volle Solidarität kündigte Marret Bohn, Parlamentarische Geschäftsführerin von Bündnis 90 / Die Grünen, an. "Schluss mit Privatisierungen im Gesundheitswesen!"
Für Oliver Dilcher, Verdi-Verhandlungsführer in dem seit Monaten andauernden Arbeitskampf, war die Kundgebung ein voller Erfolg. "Es ist gut, dass sich Politik einmischt", sagte er. Diese breite Demonstration der Solidarität sei genau richtig und sorge für den nötigen öffentlichen Druck.
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von Dirk Steinmetz, Schleswig-Holstein am Sonntag
erstellt am 02.Jul.2012 | 09:25 Uhr

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01. | B. Bödecker | 01.07.2012 | 18:41 Uhr
Man sollte Helios da treffen

wo es weh tut.Am Geld.Klinik Damp WAR mal gut. Aber da würde ich nie hingehen, selbst mit meinem kaputten Knie nicht. Es gibt andere Kliniken, vor Ort mal fragen.Damp war mal eine Modeklinik mit einigermassen gutem Ruf und verkommt zum Ramschladen.Wie Schlecker.

02. | B. Bödecker | 01.07.2012 | 18:28 Uhr
Freie Wirtschaft?

Die müssen den Leuten kündigen, um dann die Arbeitsbedingen noch schlechter zu machen(neuer Arbeitsvertrag).Szenario: Putzfrau mit einem Lappen für alles durch die Station.Woher kommen dann all die Keime?OP-Personal vergisst dann locker mal mal einen Tupfer im Bauch eines Patienten, da schon 24 Std im Dienst, inkl OP`s.Ach, Fr hansen ist auch verstorben.Sie sollte doch nur ihre Herztablette haben, aber da haben wir einenTropf gesetzt . Sorry, kann mal passieren.Meine Tochter, die ich gestern zur Welt brachte , hatte leider nicht überlebt.Keime auf der Intensiv.Muss ich mit leben-Hauptsache, Helios verdient.
Hoffe

03. | Onlineredaktion shz.de | 01.07.2012 | 11:03 Uhr
Kommentar entfernt

Ein Kommentar wurde wegen Beleidigungen entfernt.

04. | Volker Hensen | 30.06.2012 | 22:38 Uhr
Lieber SHZ hier gehts um 1000 woanders um 80 millionen!


Dümmer gehts wohl nimmer! kann der kleine auf dem Bild denn schon schreiben?
Wie wärs denn mit:
Liebe EU-Schuldenländer! Warum nehmt ihr meinem Papa, Mama und Opa das Geld weg? Ich könnt das doch auch selbst verdienen!
übrigens: ein Anschlag auf die Moral war der gestrige Freitag von unseren Volksvertretern, die sich hier wieder moralisch entrüsten; Moral ist diesen Leuten absolut fremd; hauptsache Stimmvieh um die Pfründe zu sichern. Die betroffenen in Damp sollten das selber in die Hand nehmen, ohne die ganzen Heuchler aus Politik und Gewerkschaften.

05. | Hans Stein | 30.06.2012 | 22:08 Uhr
Bürger, wehrt Euch!


Nachdem Schlecker in die Schlagzeilen kam, weil sie ihre Mitarbeiter schlecht behandelten, haben viele dort nicht mehr eingekauft, ich auch nicht.

Macht einfach das gleiche mit diesen Rendite geilen Kliniken, die ihre Eigenkapital-Rentabilität von 15 % zu Lasten der Mitarbeiter erwirtschaften wollen. Geht im Bedarfsfall, den ich keinem hier wünsche, woanders hin. Es gibt bessere Kliniken!!! Dann wird diese menschenverachtende Strategie nach hinten losgehen, wie bei Schlecker.

06. | Hans Dampf | 30.06.2012 | 21:18 Uhr
NORBERT KARL

Danke für die konstruktive Info!

07. | Norbert Karl | 30.06.2012 | 21:00 Uhr
Hans Dampf,

https://www.maxblue.de/de/maerkte-aktie.news.html?page=3&symbol=FRE.ETR&nid=dpaafx_lite_de:1332255176
Danach sind von 5600 festen Mitarbeitern bei der ZSG 4300 gewerkschaftlich organisiert.
Wenn Sie weiter nachschauen bei dem link zu weiteren Artikeln, dann steht unter "Albig macht Damp zur Chefsache", daß ein ausgelernter Koch im 1. Jahr 360€/Monat bei der ZSG mehr verdient, als nach dem DEHOGA-Tarif, den Helios gerne hätte.
Das ist ´ne Stange Geld für einen jungen Menschen.
Was ich mich aber frage:" Arbeitet ein Krankenhauuskoch mehr, als ein Restaurantkoch und was verdienen die Köche in den Damper Restaurants?"
Ich behaupte mal, daß ein Hotelkoch mehr gefordert ist, da er mehr als die üblichen 3 Gerichte (zur Auswahl im Krankenhaus) anbieten muß.
Wieso Peter Flu und andere hier das Thema "Privatisierung" o.ä. reinbringen, ist mir ein Rätsel !

08. | Hans Dampf | 30.06.2012 | 20:22 Uhr
Nachtrag

Im obigen Artikel wird berichtet, dass 86% der Gewerkschaftsmitglieder sich für Streik ausgesprochen haben. Interessant wäre allerdings auch zu erfahren, wie hoch der Prozentsatz der Gewerkschaftsmitglieder gemessen an der Gesamtbelegschaft ist. 86 % von 25 % wären ja nicht gerade eine ernsthafte Bedrohung für den Arbeitgeber...

09. | Hans Dampf | 30.06.2012 | 20:10 Uhr
SCHLESWIG - HOLSTEINER

Keiner bestreitét die von Ihnen geschilderten Fakten. Helios wurde von der Landesagentur für Arbeit (irrtümlich!) signalisiert, dass die Kündigungen rechtmäßig seien - hat das nichts mit Politik zu tun?
Die jetzt angeprangerte Wildwestmanier bei Helios hat ihren Ursprung zumindest unter Anderem in den Gesetzesänderungen, die unter Rot - Grün vorgenommen wurden. Auch das hat ja wohl was mit Politik zu tun, oder?
Sie schlagen in Ihrem Frust wild um sich und scheinen nicht zu merken, dass Sie auf Leute einprügeln, die genau wie Sie entrüstet sind darüber, was in diesem Land mittlerweile alles möglich ist und wie versucht wird, das Streikrecht einzuschränken.

Alles klar soweit?



10. | Volker Hensen | 30.06.2012 | 19:32 Uhr
Unsere stets ums Volk besorgten Politiker!

Frank Bsirske sprach auf der Kundgebung von "Wildwestmethoden". Die Vorgänge seien beispiellos: "Das hat es in der Geschichte der Bundesrepublik noch nicht gegeben." .
Wir hatten gestern einen beispiellosen Frontalangriff auf alle Bürger der BRD; angezettelt von unseren Einheitsparteien; allen voran Rot-Grün, denen das noch nicht schnell genug gehen konnte die eigene Bevölkerung zu Arbeits- und Zahlsklaven Europas zu machen.
Und nun stellen sich diese verlogenen Hanswürste Bsirske, Albig, Stegner, Breitner etc. und Konsorten hin und mimen einen auf Besorgtheit fürs gemeine Volk.
Der grüne Joschka Fischer hat mal gesagt: deutsche Helden sollte man, tollwütigen Hunden gleich totschlagen!
In Anlehnung daran könnte man doch auch sagen: deutsche Politiker (Volksverräter) sollte man, tollwütigen Hunden gleich, totschlagen?!

11. | Der Schleswig- Holsteiner | 30.06.2012 | 18:09 Uhr
Hans Dampf & Co

Werte Leute... wer, wie und was ist da in einer "Privatisierungswelle" geraten. Bevor derartige Behauptungen getätigt werden sollte man sich schlau machen.
Schlicht und einfach ist hier ein privater Konzern von einem anderen privaten Konzern übernommen worden.
Aus der Damp Holding wurde Helios Damp. So einfach ist das und wer anderes behauptet ist schlicht und einfach das Gegenteil von Wissend.
Mein Horizont scheint überdies sehr wohl vom Wissen her einiges zu überschreiten. Zumindestens was hier in Kommentaren geboten wird.
Helios versucht mit widrigen Verstößen gegen das Betriebsverfassungsgesetz Massenentlassungen durchzusetzen. Alles das hat nichts mit Anstand oder Schlauheit zu tun.
Ebenso ihre Ausführungen ... Hans Dampf... Sarah W. betreiben sie selber einmal Ursachenforschung und such die Gründe im Handeln bei der Tochterfirma Helios die auf Kosten der Mitarbeiter ihre Aktionäre bei Laune halten will.
Gesundheit sollte nicht der Spielball von derartigen Handeln sein. Von meiner Seite wünsche ich den "Dampf und Sarah S. nicht in diese Lage zu geraten. gh

12. | Der Schleswig- Holsteiner | 30.06.2012 | 18:09 Uhr
Hans Dampf & Co

Werte Leute... wer, wie und was ist da in einer "Privatisierungswelle" geraten. Bevor derartige Behauptungen getätigt werden sollte man sich schlau machen.
Schlicht und einfach ist hier ein privater Konzern von einem anderen privaten Konzern übernommen worden.
Aus der Damp Holding wurde Helios Damp. So einfach ist das und wer anderes behauptet ist schlicht und einfach das Gegenteil von Wissend.
Mein Horizont scheint überdies sehr wohl vom Wissen her einiges zu überschreiten. Zumindestens was hier in Kommentaren geboten wird.
Helios versucht mit widrigen Verstößen gegen das Betriebsverfassungsgesetz Massenentlassungen durchzusetzen. Alles das hat nichts mit Anstand oder Schlauheit zu tun.
Ebenso ihre Ausführungen ... Hans Dampf... Sarah W. betreiben sie selber einmal Ursachenforschung und such die Gründe im Handeln bei der Tochterfirma Helios die auf Kosten der Mitarbeiter ihre Aktionäre bei Laune halten will.
Gesundheit sollte nicht der Spielball von derartigen Handeln sein. Von meiner Seite wünsche ich den "Dampf und Sarah S. nicht in diese Lage zu geraten. gh

13. | Hans Dampf | 30.06.2012 | 14:57 Uhr
DER SCHLESWIG -HOLSTEINER

Wehrter Herr Oberlehrer, wer mit einem Finger auf andere zeigt, zeigt mit vieren auf sich selbst. Anstatt Kommentare zu kritisieren, deren Inhalt ihren Horizont evtl. überschreiten, sollten sie vielleicht erst einmal selbst nachdenken. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass die Privatisierungswelle in vielen Bereichen zu Lohndumping und verschlechterten Arbeitsbedingungen geführt hat.

Aber nur weil Sie den Kommentar von Frau W. anscheinend nicht verstehen können würde ich mir niemals erlauben, Sie als dumm zu bezeichnen. Und ich würde Ihnen auch nicht raten, sich in Ihrem Recht auf freie Meinungsäußerung zurückzuhalten - das wäre doch sehr anmaßend, nicht wahr? Wenn nicht sogar beleidigend....

14. | Sarah W. | 30.06.2012 | 14:31 Uhr
Der Schleswig-Holsteiner

Hi !
Ihre Beschimpfungen in allen Ehren. Aber Dummheit beginnt bekanntlich da, wo keine Ursachenforschung stattfindet. Und bei ihnen habe ich davon nichts gefunden. Tut mir leid für Sie !

15. | Jürgen G. Gmell | 30.06.2012 | 14:06 Uhr
Hier noch der Link

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/50333

16. | Der Schleswig- Holsteiner | 30.06.2012 | 14:06 Uhr
Sarah W.

Es gibt tatsächlich immer wieder Leute die nicht wissen worum es eigentlich geht. Helios versucht mit Kürzung der Gehälter und Kündigung ganzer Abteilungen sich reicher zu machen und setzt damit das Patientenwohl aufs Spiel. Niemand wird sich Gehaltskürzungen gefallen lassen und das hat beileibe nichts mit politischen Entscheidungen zu tun.
Unwissenheit in hohen Maß wird hier durch dumme Kommentare gekrönt. Wer zu dumm ist zu kapieren sollte sich zurückhalten

17. | Jürgen G. Gmell | 30.06.2012 | 14:04 Uhr
Meine Meinung dazu "im Deutschen Ärzteblatt": penta2

Man könnte auch sagen: "Einen Monat später ..."
-
Ach übrigens solche und andere dummdreisten, großmäulig-besserwisserisch-provokativen "Zen-Buddys", die nach dem Alibi-Linken der CDU Heiner Geißler klingen und deren Blödgeschwätz in ihrem unsäglichen Affentheater man nur mit "30 Jahre vorher ..." widerlegen kann, sind mir noch nicht mal eine Antwort wert.
-
Sie sind, wurden und werden durch die vollendeten Tatsachen widerlegt.
-
Viel Vergnügen also noch!

18. | Sarah W. | 30.06.2012 | 13:55 Uhr
Gezeter - eine Luftnummer

Welche politischen Parteien haben denn damals diese ganzen Privatisierungen angeleiert - oder zumindest mit zugestimmt ? Das fängt an bei der Privatisierung großer Kliniken, dann der Verkauf von mehr als 10 tsd. kommunaler und landeseigener Wohnungen und was war dann noch ? Ach ja, die Schiffsbaubranche, vor allem auf Rüstung spezialisiert, unter Wasser versteht sich, und atomar aufrüstbar - auch aus der Hand gegeben.
Und jetzt gehen die Damen und Herren der verantwortlichen Parteien auf die Strasse und demonstrieren gegen das, was sie selbst angerichtet haben. Verkehrte Welt ? Naivität, Unprofessionalität oder sollen die Bürger schon wieder einmal mit einer Luftnummer "verschaukelt" werden ? Ich lach' mich schlapp.

19. | Peter Flu | 30.06.2012 | 13:55 Uhr
Helios ist auf dem richtigen Weg

Das Land Schleswig-Holstein ist im Vergleich mit anderen Bundesländern dramatisch überschuldet, weil es in den vergangenen Jahren völlig über seine wirtschaftlichen Verhältnisse gelebt hat.

Es ist gut und richtig, dass sich das Land von Bereichen trennt, die privatwirtschaftlich viel effizienter organisiert werden können. Aus dieser Perspektive werden auch die Damp-Mitarbeiter erkennen müssen, dass sie in der Vergangenheit Löhne kassiert haben, die - weil staatlich und marktfern gepuffert - deutlich über ihrer Produktivität lagen.

Wieso die CDU diese unbequeme, aber richtige Wahrheit nicht ausspricht, sondern mitmarschiert, bleibt ihr Geheimnis. Von Herrn Albig hätte ich nichts anderes erwartet. Der hat sich bekanntlich bereits nach einem Jahr bei der Dresdner Bank aus der Privatwirtschaft verabschiedet und ist in staatliche bzw. öffentlich subventionierte Ämter zurückgekehrt. Warum nur?

20. | Der Schleswig- Holsteiner | 30.06.2012 | 13:55 Uhr
HELIOS die Heuschrecke des Mutterkonzern Fresenius

Wo bin ich nur gelandet? Unter falschen Namensangaben wurde ich im Mai in der Ostseklinik zu einer OP aufgenommen. Keine Hinweise auf Helios etc.
Was sich sehr schnell bemerkbar machte war die Unsicherheit der Pflegekräfte die bereits Angst um ihre Arbeitsplätze hatten.
Für mich kam die Info der Übernahme zu spät. Mein Chefarzt Oehme hatte bereits das Handtuch geworfen und die OP wurde von einem anderen Doc durchgeführt.
Mein Ansinnen heute ist die Aufforderung an alle Patienten und zukünftige Patienten sich mit den Mitarbeitern zusammen zu tun.Plant eure Operationen nicht mehr in Helios Kliniken. Es wird dort nur die Profitgier von Aktionären befriedigt. Personal hat keinen Wert. Boykottiert diese Helios Heuschrecken. Es gibt gute Reha- Kliniken in denen ohne Streß die Gesundheit an erster Stelle steht. Und geht in Kliniken in denen Helios nicht vorhanden ist. Angesagt ist die Imland,- oder Lubinius Klinik. Dort sind die Mitarbeiter ein hohes Gut und es steht der Patient im Vordergrund.

21. | Der Schleswig- Holsteiner | 30.06.2012 | 13:55 Uhr
HELIOS die Heuschrecke des Mutterkonzern Fresenius

Wo bin ich nur gelandet? Unter falschen Namensangaben wurde ich im Mai in der Ostseklinik zu einer OP aufgenommen. Keine Hinweise auf Helios etc.
Was sich sehr schnell bemerkbar machte war die Unsicherheit der Pflegekräfte die bereits Angst um ihre Arbeitsplätze hatten.
Für mich kam die Info der Übernahme zu spät. Mein Chefarzt Oehme hatte bereits das Handtuch geworfen und die OP wurde von einem anderen Doc durchgeführt.
Mein Ansinnen heute ist die Aufforderung an alle Patienten und zukünftige Patienten sich mit den Mitarbeitern zusammen zu tun.Plant eure Operationen nicht mehr in Helios Kliniken. Es wird dort nur die Profitgier von Aktionären befriedigt. Personal hat keinen Wert. Boykottiert diese Helios Heuschrecken. Es gibt gute Reha- Kliniken in denen ohne Streß die Gesundheit an erster Stelle steht. Und geht in Kliniken in denen Helios nicht vorhanden ist. Angesagt ist die Imland,- oder Lubinius Klinik. Dort sind die Mitarbeiter ein hohes Gut und es steht der Patient im Vordergrund.

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