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Ernährung & Gesundheit

29. August 2014 | 03:10 Uhr

St.Peter-Ording : Einklang von Körper und Geist

vom

Wellness- oder Gesundheitskur? Ganz egal, hauptsache man zeigt Interesse an seinem eigenen Körper und tätigt damit eine lohnende Investition in die Gesundheit.

St.Peter-Ording | Ende der 1980er, Anfang der 90-er Jahre standen montags bis zu 150 Frauen und Männer am Tresen der Kurverwaltung in St.Peter-Ording, um sich mit einem Rezept in der Hand, den Weg zum nächsten Badearzt weisen zu lassen. "Nicht weniger als 400.000 Kuranwendungen hatten wir in Spitzenzeiten", sagt Georg Römer. "Durch verschiedene Kostendämpfungsgesetze im Gesundheitswesen in der Zeit von 1993 bis 2006 hat sich die Nachfrage aber deutlich reduziert", erläutert der Leiter des Gesundheits- und Wellnesszentrums in St.Peter-Ording den Rückgang an Kuren.
Der Badeort auf der Halbinsel Eiderstedt hat schon vor Jahren auf die drastischen Veränderungen im Gesundheitssektor reagiert: Das Kurmittelhaus wurde 2005 zu einem modernen Gesundheits- und Wellnesszentrum umgebaut und am Angebotsprofil geschliffen.
Das Angebot ist mit der Zeit gegangen
Die Dynamik in der Medizin und Gesellschaft hat dazu beigetragen, dass sich die traditionelle Kur in den zurückliegenden 50 Jahren grundlegend verändert hat. Mittlerweile sind die Anwendungen nicht mehr ausschließlich auf die Leiden der Patienten abgestimmt - das Angebot hat sich zu einer systematisierten, komplexen Allgemeintherapie entwickelt. Der demografische Wandel in der Altersstruktur sowie die Veränderungen des Lebensstils und der Arbeitsformen haben überdies dafür gesorgt, dass sich die Zielwerte der kurorttypischen Gesundheitsmedizin geändert haben: Wellness, Fitness und Beauty sind auch in anderen Kurorten schlagkräftige Argumente - denn sie haben erkannt: Der Mensch fühlt sich wohl, wenn er körperlich und seelisch im Gleichgewicht ist.
Eigeninitiative zahlt sich aus
Eine Regelkur dauert drei Wochen. Für eine ambulante Vorsorgekur ist ein Antrag bei der Krankenkasse erforderlich, der gemeinsam mit dem Hausarzt gestellt wird und auch den gewünschten Kurort enthält. Wenn die Kur genehmigt ist, muss sie innerhalb von sechs Monaten angetreten werden. "Nicht nur der behandelnde Arzt, sondern auch der Patient ist gefragt", sagt Wolf-Alexander Schünemann. "Die Krankenkassen werben nicht damit. Man muss selbst aktiv werden", rät der Badearzt aus St.Peter-Ording.
Grundsätzlich, so der Mediziner, muss sich der Mensch seiner Verantwortung gegenüber seines eigenen Körpers bewusster werden. Viele sind sich dessen bewusst und zahlen bereits aus eigenen Tasche. Das belegt der Selbstzahlermarkt. Schon heute liegt der Anteil der Selbstzahler bei zirka 40 Prozent. Männer und Frauen, so zeigt der Trend, sind also bereit in ihre Gesundheit zu investieren.
Die Gründe können ganz verschieden sein
Massagen, Wassergymnastik, Rückenschule, Krankengymnastik und Schlickbäder werden von Schünemann bei Bedarf verordnet - stets nach gründlicher Untersuchung. Er weiß: "Jeder zweite Kurgast weilt in St.Peter-Ording, weil er Probleme mit dem Bewegungsapparat hat." Weitere Gründe für eine Kur sind Atemwegserkrankungen wie Bronchitis und Asthma sowie psychosomatische Probleme und Hauterkrankungen.
Vor dem Hintergrund der Zunahme von Allergien in der Bevölkerung sieht Römer sogar noch Reserven und Chancen für St.Peter-Ording - mit Nordseeluft und Reizklima und einer der stärksten Schwefelsolequellen Europas kann nämlich nicht jeder Kurort werben.

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von Torsten Beetz
erstellt am 03.Aug.2012 | 04:37 Uhr

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