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Ratgeber

30. Juli 2014 | 17:10 Uhr

Auf Altersempfehlung achten : Die richtigen Computerspiele schenken

vom

Die Altersempfehlung der Spieletester auf allen Software-Packungen ist für Eltern ein wertvoller Ratgeber.

Kiel | Mit Brettspielen wie "Mühle", "Dame" und "Mensch-ärgere-Dich-nicht" kann man Kinder und Jugendliche heute kaum noch hinter dem Ofen hervorlocken. Heute sind Computerspiele angesagt. Ganz oben auf der Wunschliste zu Weihnachten stehen "Call of Duty: 2", "Fußball Manager 13" oder "Diablo 3". Das erste ist ein so genannter Ego-Shooter. Bei diesem bekämpft der Spieler in einer dreidimensionalen Spielwelt mit Schusswaffen andere Spieler oder computergesteuerte Gegner. Dieses Schieß-Spiel hat keine Freigabe für Jugendliche unter 18 Jahren. Der "Fußball Manager 13" ist völlig " harmlos" und besitzt keine Altersbeschränkung. "Diablo 3" wiederum ist ein Rollenspiel und erst für Jugendliche ab 16 Jahren freigegeben.
Zum Glück können sich Eltern, die sich mit den aktuellen PC-Hits ihrer Kinder nicht so gut auskennen - und das sind wohl die meisten - informieren, ob ein Spiel schon für die entsprechende Alterskasse freigegeben ist: Auf allen Verpackungen von Computerspielen kleben die Label der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK). Sie sind weiß, gelb, grün, blau oder rot und geben an, ab welchem Alter das Produkt unbedenklich ist. Pädagogische Empfehlungen sind die bunten USK-Zeichen aber nicht.

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Viele Rennspiele ab sechs Jahren

Bei einer weißen Raute, in der sich eine Null befindet, ist dieses Spiel ohne Altersbeschränkung freigegeben. Das heißt, Menschen in jedem Alter dürfen es spielen. Es handelt sich hier oft um Gesellschaftsspiele in digitaler Form, Sportspiele oder Simulationen.
Ist eine gelbe Raute mit einer Sechs zu sehen, darf das Spiel von Kindern ab sechs Jahren genutzt werden. Auch hier sind die Spiele für die ganze Familie gedacht, sie werden jedoch oft spannender gestaltet. Rennspiele sind zum Beispiel die typischen Beispiele für diese Kategorie.

Ego-Shooter in der Kritik

Bei einem Spiel mit der grünen Raute und einer Zwölf sollten Kinder, die jünger sind, die DVD nicht spielen dürfen. Hier kommt es bereits häufig zu Kämpfen, womit jüngere Kinder noch nicht umgehen können. Allerdings sind die Szenen so dargestellt, dass ältere Kinder eine Distanz zur Realität wahren können. Dies wird versucht, indem eine Umgebung dargestellt wird, die Vergangenheit, Zukunft oder einer Phantasiewelt darstellt.
Bei Spielen mit blauer Raute und einer schwarzen 16 sollte Eltern, die ihren Kindern solche Spiele erlauben, bewusst sein, dass hier Gewalthandlungen gezeigt werden, die für Jugendliche nicht geeignet sind. Ego-Shooter, die nach dem Amoklauf in schwäbischen Winnenden 2009 für Schlagzeilen sorgten, gehören zum Beispiel oft dazu.

Kinder am Bildschirm nicht allein lassen

Eindeutig in der Signalfarbe Rot gehalten ist die Raute, die besagt, dass Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren diese Computerspiele nicht spielen dürfen. Sie sind nur für Erwachsene gedacht, da es hier um Gewalt geht, die zudem noch sehr bedrohlich dargestellt wird.
Für die Altersfreigabe von Computerspielen sind formal betrachtet die Jugendministerien der Bundesländer zuständig. Die Altersfreigaben sind seit April 2003 gesetzlich vorgeschrieben. Angesichts der Flut an Neuerscheinungen haben die Spiele-Tester alle Hände voll zu tun: Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 2686 Spiele beurteilt, davon 1310 PC-Spiele der Rest für Konsolenspiele - für PlayStation 2, GameCube, Xbox, Xbox 360 und tragbare Geräte wie GameBoy Advance, Nintendo DS und Sony PSP . 14 Mal zeigte die USK einem Hersteller die Rote Karte: "Keine Kennzeichnung gemäß §14 JuSchG". Das ist der Fall, wenn Gewalt das einzige Ziel und Mittel eines Spiels ist, wenn keine anderen Aufgaben zu erledigen oder Rätsel zu lösen sind und wenn Wunden in Zeitlupe aufplatzen und Körper zerbersten.
Vorbildlich handeln Eltern, die ihre Kinder mit den virtuellen Bildschirmabenteuern nicht alleine lassen und zusammen mit ihnen spielen. Auf keinen Fall sollten Eltern unbesehen auf die Wünsche ihrer Zöglinge eingehen, und Computerspiele unter den Tannenbaum legen, die für das Alter ungeeignet sind.

von kim
erstellt am 18.Dez.2012 | 11:19 Uhr

Themen zu diesem Artikel:

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01. | Flöten Spiel | 17.12.2012 | 16:41 Uhr
Appell an die Eltern

Ob nun EgoShooter oder Taktik, Wirtschaft, Simulation etc etc, ist im Endeffekt völlig egal. Eltern, die sich überlegen ein PC Spiel zu kaufen, tun dies ja nicht weils mal was neues ist, sondern weil das Kind gerne PC Spiele spielt. Daran ist nichts auszusetzen. Jedoch eines bedenken: Es ist nicht "einfach mal" ein PC spiel kaufen. Ist es das falsche Genre, oder einfach nur zu alt bzw. zu neu und läuft nicht richtig, ist dass leider nur ein Frust für den Beschenkten.
Genauso gut könnte man irgendwas von LEGO verschenken, und dass kind muss feststellen, dass es garnicht den platz hat um es aufzubauen. Wenn man sowas schenkt, muss es auch funktionieren, und vorallem: Er darf es noch nicht haben.
Wenn dass Kind also zur Schule / Ausbildung unterwegs ist, einfach mal schnüffeln gehen, welche Games er / sie bereits hat, notieren und, falls nicht bekannt, mal bei gevatter google gucken, was das für welche sind. So kriegt man schonmal dass bevorzugte Genre des Kindes raus. Dann kommts drauf an, dass das Spiel auch nachher funktioniert. Es gibt nichts schlimmeres, als ein neues PC Game, welches man noch nicht hat, und dann kann man es nicht spielen.....ich sprech aus erfahrung :P
Also, liebe Eltern: Wenn Sohnemann / Tochter einen 3 Jahre alten XP 32bit PC dort stehen hat....überdenkt den Kauf eines Games und versucht stattdessen, dass System etwas zu aktualisieren. Auch dass bringt Freude. Neue Grafikkarte, CPU, Mainboard etc gibt es ja schon mitunter günstig. Da sich wohl nicht alle Eltern damit auskennen: Fragt die Kinder selbst und schenkt ihnen dann einen "Gutschein für 1x XXX (Grafikkarte bis zu € XY, Mainboard bis zu XY) oder was auch immer er benötigt. Wenn dass System aber bereits zu alt ist, lohnt es sich meist nicht mehr, einzelne Hardware auszutauschen, dass artet in übermäßige Recherchiererei aus. DANN kann man eher Weihnachten und Geburtstag zusammenpacken und spendiert (zusammen mit dem Kind, wenn die Eltern keine Ahnung von PCs haben!) einen neuen PC.

02. | x 275 | 17.12.2012 | 16:24 Uhr
Flöten hat Recht

"Killerspiele" haben nur begrenzt was mit der Realität zu tun und die Experten haben oft genug bewiesen, dass sie solche Spiele noch nie in der Hand hatten (manche haben das in Interviews ja sogar zugegeben, aber dann fröhlich weiterkritisiert)
Gerade heute mit Internet und so ist das doch sowieso relativ, man chattet mit den Leuten auf einem Server, kennt ggf noch Freunde über 'Spielkollegen' übers Internet, da wird nicht an echte Morde gedacht..

Ansonsten sind die Spielefreigaben auch sehr relativ, da können sich die Eltern leider nicht drücken, sondern müssen mit ihren Kindern reden - wie nehmen diese die Spiele wahr? Vielleicht auch gelegentlich mal gucken, was das Kind da so macht oder das Kind erklären lassen. Dann kann man die Sache doch meist schon gut einschätzen..

Command and Conquer ist im Bereich Strategie auch noch einigermaßen aktuell (wird seit 10 Jahren immer weiter entwickelt)..

Mal eine andere Idee: League Of Legends ist kostenlos und im Moment ultra weit verbreitet, da kann man mit Bonuspunkten (Riot Points) Extras kaufen, vielleicht sollte man soetwas verschenken (mehr so als Gutschein auf Papier), das Spiel ist auch harmlos

03. | Flöten Spiel | 17.12.2012 | 16:05 Uhr
Erweiterung

Kein Thema.
Zudem hätte die Redaktion nun auch direkt mal Kauftipps mit geben können. Die meisten Eltern beschäftigen sich nicht sonderlich mit den gängigen PC Spielen, oder kennen die Vorliebe der Kinder überhaupt nicht.
Kommt nicht so gut, einem Kind, welches auf Strategie steht, einen Ego-Shooter zu schenken. NIcht zu vergessen die PC Leistung. Alte Systeme...da ist es meist nur Frust, wenn man PC Spiele verschenkt, und dass Kind diese dann garnicht spielen kann.
Über neue PCs / Hardware freut sich jeder Gamer, die nicht nur Mühle oder 3 Jahre alte Games am PC spielen wollen.

Derzeit aktuell im Bereich Egoshooter: Far Cry 3.
Derzeit aktuell im Bereich Strategie / Wirtschaft: Anno 2070, Alternativ auch immer gut ist eben Civilization V (welches ab einer gewissen Spielzeit meistens automatisch einen Aufhänger bekommt....sehr frustrierend)
oder eben die Total War Reihe (Derzeit Shogun 2, aber auch Empire Total War ist empfehlenswert)

Simulationen: Emergency 2013 ist nicht schlecht für Kinder, man lernt auch Organisation und Haushalt, läuft auch auf nicht sooo aktuellen Systemen.

Ansonsten spielenswert:
Pirates of Black Cove
Tropico 4 + Erweiterungen (Modern Times usw)
XCOM - The Unknown Enemy (Taktik Shooter aus 3rd Person sicht)
Jagged Alliance Back In Action ( Taktik Shooter aus 3rd Person sicht)

Weitere Gute Spiele kommen leider erst im nächsten Jahr (u.a. GTA V (FSK 18), und Sim City (vermutlich FSK 12)

04. | shz.de Onlineredaktion | 17.12.2012 | 14:31 Uhr
Computerspiel

@ Flöten Spiel Danke für den Hinweis, wir haben den Fehler korrigiert.
Ihre Onlineredaktion

05. | Flöten Spiel | 17.12.2012 | 13:40 Uhr
War ja wieder klar

Also zum einen: Es heisst "Diablo 3" und ist der unrühmliche Nachfolger des beliebten Diablo 2. Diablo 3 kann man sich jedoch sparen, FSK 16 hin oder her, dass Spiel macht einfach keinen Spaß, weils von Diablo 2 abgekupfert ist und konstante Internetverbindung benötigt.

Ego-Shooter Kritik: Hin oder her, die sog. "Experten" konnten die spiele nichtmal genau beschreiben, worüber sie dort "kritisch" urteilten, nach den Amokläufen. Zudem sollte dort dass Spiel Counter Strike dran schuld gewesen sein. Jeder Mensch, der sich nur halbwegs was von PC Spielen weiß, würde bei soner deppischen Behauptung den Kopf schütteln.

Fifa...naja, wer Fußball mag, kann man nehmen.


Ansonsten gibts noch Spiele wie z.B. Die Total War reihe, strategie und Taktik, Pirates of Black Coves, für diejenigen, die auf den etwas bunteren Piratenstil wert legen, Civilizations oder gar die Anno Reihe (nichts für Kinder mit Konzentrationsschwäche....)

Und nur so: 16 Jährige kennen sich mit PC Games schon besser aus, als die selbsternannten "Experten"
Die kaufen sich die Games aus Österreich / UK, um Uncut zu haben.
Warum auch nicht?
In jedem Actionfilm sieht man mehr Gewalt als in einem normalen PC Spiel.

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