WILSTERSCHE ZEITUNG
Wewelsfleth
Rock-Festival mit toller Atmosphäre
Wewelsfleth. Nicht nur die vielen Besucher vor der Bühne zeigten sich begeistert von der fünften Auflage des Wewels-Rock-City-Festivals. Auch die Musiker der 14 Bands auf und hinter der Bühne waren hingerissen von der Atmosphäre und fühlten sich rund um gut betreut. Dafür gab es schließlich jede Menge Lob für das siebenköpfige Organisationsteam.
Das Erfolgsrezept des zweitägigen Rock Festivals im Wewelsflether Störstadion stützte sich auch in diesem Jahr wieder auf die breit gefächerte Mischung spritziger Musik von Reggea und Ska über Punkrock, klassischem Rock’n’Roll bis hin zu Metal. Ebenso vielfältig wie die Musikstile war daher auch das gut gelaunte, generationsübergreifende Publikum.
Die fünf Musiker der jungen Nachwuchsband "The Purple Circus" aus Glückstadt, zogen am ersten Veranstaltungstag vor allem die älteren Jahrgänge der Blumenkinder-Generation in ihren Bann. Mit dem klassischen Rock und legendärer Musikstücke wie ,Hey Joe’ aus der guten, alten Jimi Hendrix und Janis Joplin Ära füllten sie schnell den Bereich vor der Nebenbühne. Aussagen wie "Die sind ja total genial" bis hin zu "Im nächsten Jahr gehören die aber auf die Hauptbühne", bekam Organisationsmitglied Rolf Hesse mehrfach als Rückmeldung zu hören.
Auf der Hauptbühne sorgte hingegen vor allem die Hamburger Band "Skop" für Furore. Die acht Musiker des Ska-Ensembles verbreiteten mit ihren Rhythmen, trotz der zum Teil sozialkritischen Texte, jamaikanische Lebensfreude unter den Besuchern.
Zählten Jakop Thalund Møller (Bass/Gesang), Anders Bæk Albrektsen (Gitarre/Gesang) und Emil Johnsen (Schlagzeug) der dänischen Pop-Punk-Formation "Broadway Killers" am Vortag noch zu den Headlinern beim Dithmarscher Rockfestival, standen sie am Sonnabend in der Störgemeinde auf der Bühne, um dem Publikum dort kräftig einzuheizen. Und das gelang den Vollblutmusikern gut. Die Neuformation der international erfolgreichen Band "Pinboys" kam auch ohne weibliche Gesangsstimme bei den Zuhörern an und knüpfte quasi nahtlos da an, wo sie durch die Trennung aufgehört hatten.
Für die Musiker von "Yupiter Crásh" war der Auftritt beim Wewels-Rock-City Festival so etwas wie ein Heimspiel. Somit sprang der Funken schnell auf das Publikum über, das sich sogar von Bandleader Roman Rossbach zu einer kleinen Wall of Death auffordern ließ.
"Die Zusammenstellung der Bands war in diesem Jahr wieder klasse. Schade ist nur immer, dass die talentierten Nachwuchsbands, die ihre Gigs am Nachmittag haben, nicht vor solch einer gut gefüllten Kulisse spielen, wie die Gruppen am Abend. Verdient hätten sie es allemal", zog Festivalbesucher und Musikliebhaber Carsten Wenck (48) aus Wewelsfleth sein Resümee.
Eine durchweg positive Bilanz zogen auch die Veranstalter Stephan Klose, Florian Rossbach, Andrea und Uwe Giese, Beni Oster, Rolf Hesse und Thomas Baade. "Wir sind froh, dass das Wetter mitgespielt hat", sagte Florian Rossbach. Sturm und Regen hatten den Veranstaltern im Vorfeld ordentlich zugesetzt, so dass erst zum Festivalbeginn die letzen Arbeiten fertig gestellt werden konnten. "Das alles so geklappt hat, haben wir unter anderen den zahlreichen Helfern zu verdanken", so das WRC-Team.
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