WILSTERSCHE ZEITUNG
Premierenlesung im März
"Marschfeuer": Neuer Krimi von Heike Denzau
Heike Denzau: Ihr Krimi "Die Tote am Deich" wurde für den Friedrich-Glauser-Preis nominiert. Foto: Marschall
Wewelsfleth. Es ist kaum ein Jahr her, dass Heike Denzau ihren ersten Krimi präsentierte. Jetzt erscheint bereits der zweite Band um Oberkommissarin Lyn Harms und ihr Team von der Itzehoer Kripo. "Marschfeuer" kommt im März im Emons Verlag heraus und wird sicherlich ein weiteres Mal die Herzen der Krimileser höher schlagen lassen. Denn schon mit dem ersten Krimi "Die Tote am Deich" feierte die Wewelsflether Autorin einen großen Erfolg, der dieser Tage in die Nominierung für den Friedrich-Glauser-Preis mündet. Seit über 20 Jahren verleiht eine Autoren-Jury jährlich im Rahmen der Criminale diesen Autorenpreis deutschsprachiger Kriminalliteratur für den besten deutschsprachigen Kriminalroman des vergangenen Jahres und den Preis für den besten Debütroman. Insgesamt wurden 89 Debüts eingereicht. Heike Denzaus Erstlingswerk ist eines von fünf Nominierten. Die endgültigen Preisträger werden auf der "Criminale", dem größten deutsches Krimifestival, im Hochsauerlandkreis im April bekannt gegeben.
Derweil steht die Premieren-Lesung der Wewelsflether Autorin mit "Marschfeuer" bevor: am Mittwoch, 14. März, um 19.30 Uhr in der Itzehoer Buchhandlung Heymann im Holstein Center. Der Eintritt beträgt sieben Euro. Bei einem Glas Wein hören die Gäste Auszüge aus "Marschfeuer" und können anschließend der Autorin Fragen stellen.
Der Tatort diesmal: direkt vor Heike Denzaus Haustür. Da findet sich in einer abgebrannten Hütte der Kleingartenkolonie von Wewelsfleth eine Leiche, und die Polizei steht vor einem Rätsel. Zur selben Zeit hilft Lyn Harms den Kollegen eines anderen Kommissariats bei der Suche nach einem verschwundenen Werftbesitzer. Bald schon stellt sich heraus, dass beide Fälle eng miteinander verknüpft sind. Die Autorin ließ sich durch eine tatsächliche Brandserie in ihrem Dorf inspirieren, die Bürger und Feuerwehr vor einiger Zeit in Atem hielt.
Die 245 Seiten des Buches schrieb Heike Denzau in kaum mehr als zehn Monaten. Dabei verrät sie, dass ihre Geschichten zwar im Kopf entstehen, doch erst beim Schreiben die Details entwickelt werden. "Manchmal bin ich selber überrascht, was meine Figuren tun."
Auf die Frage, wie sie sich kurz vor Erscheinen des zweiten Buches im Vergleich zum Erscheinen des Erstlingswerks im vergangenen Jahr fühlt, meint Heike Denzau: "Ich bin mindestens genauso aufgeregt, denn die Frage ist, ob ich den Erwartungen der Leser gerecht werden kann." Tatsächlich hat "Die Tote am Deich" eine große Schar Fans. Die Rückmeldungen zum ersten Buch seien durchweg positiv gewesen, verrät Heike Denzau. Das beweisen auch die hohen Verkaufszahlen für den Verlag, der "Die Tote am Deich" mittlerweile in der dritten Auflage anbietet. "Ich freue mich immer", verrät die Autorin, "wenn Leute auf mich zukommen und mir sagen, das Buch habe ihnen gefallen." Ihr Leben hat sich durch den schriftstellerischen Erfolg nicht verändert. "Ich bin jetzt nur öfters zu Lesungen unterwegs", sagt Heike Denzau. Und die würden ihr viel Spaß machen. Ansonsten aber sei alles beim Alten geblieben. Stolz war Heike Denzau, als sie kurz nach Erscheinen ihres ersten Buches erfuhr, dass sie Platz 3 beim Schleswig-Holsteiner Krimipreis "Nord Mord Award" belegt hatte.
Zurzeit schreibt Heike Denzau bereits fleißig am dritten Band um Lyn Harms. Worum es genau geht, verrät sie nicht, wohl aber, dass das Open-Air-Festival in Wacken eine Rolle spielen wird.
"Marschfeuer" von Heike Denzau, ISBN: 978-3-89705-919-1, 9,90 Euro, ab März im Handel
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