WILSTERSCHE ZEITUNG
Kunst-Auktion für den guten Zweck
Breit gefächerte Aktion: Marita Schwenck und Petra Brommer (r.) präsentieren "Kunst tut Gut(es)!". Foto: ruff
Itzehoe. Zehn Kunstwerke. Zehn Geschäfte als Ausstellungsort. Und am Ende eine große Auktion. Das sind die Zutaten für "Kunst tut Gut(es)!": Anfang März will Soroptimist International, Club Itzehoe, mit der Initiative einen möglichst großen Erlös erzielen. Er geht an den Hospizdienst Itzehoe für die Trauerarbeit mit Kindern und Jugendlichen.
Der fünf Jahre alt Itzehoer Club mit 29 Frauen hat schon viele soziale Projekte unterstützt, die Kunstauktion ist eine Premiere, organisiert von einer vierköpfigen Arbeitsgruppe mit Anke Ramm, Marita Schwenck, Susanne Thielmann und Petra Brommer, Präsidentin der Soroptimisten. Die Idee habe sie aus Hamburg, schildert diese. Erste Hürde: Bilder mussten beschafft werden. Keine Hürde: Zehn namhafte Künstler waren sofort dabei. "Großartig" nennt Marita Schwenck die Unterstützung von Peter Nagel, Jens Rusch, Jan Leseberg, Gertrud Fröbe, Brigitta Holste, Manfred G. Schwellies, Michael Mattern, Michael Staats, Friedel Anderson und den Erben von Karl-Heinz Schlaack. "Alle Künstler spenden das Bild", betont Petra Brommer.
Nächste Hürde: Ausstellungsorte finden. Auch hier: keine Hürde. Alle gefragten Geschäftsinhaber seien sofort begeistert gewesen, sagt die Präsidentin angenehm überrascht. Jeweils ein Kunstwerk wird eingepackt aufgestellt, ab dem 3. März werden sie nach und nach enthüllt. Den Anfang macht das Hyundai-Autohaus in Edendorf, die folgenden Stationen sind die Buchhandlung Gerbers, Juwelier Spliedt, Wohnart, Makro Stahl, Elektro-Krause, Landhaus-Apotheke, Optiker Fuhlendorf, Juwelier Albers und die Anwaltspraxis Dietrich-Olsen. Alles sollte möglichst in der Innenstadt sein, um diese mit der Aktion zu beleben.
Die einzelnen Enthüllungen finden nach Ladenschluss statt, die Inhaber organisieren sie und verschicken die Einladungen der Sor optimisten an Kunden, doch auch andere Interessierte sind willkommen. In vielen Fällen werden die Künstler bei der Vernissage dabei sein, meint Petra Brommer. Die einzelnen Termine stehen im Kunst kalender: Wie ein Adventskalender führt er durch die Aktion, Türchen für Türchen, hinter denen die Kunstwerke in Kleinformat zu sehen sind. Ab Montag, 20. Februar, ist der Kalender bei den teilnehmenden Geschäften und beim Stadtmanagement für 5 Euro erhältlich.
Er dient gleichzeitig als Eintrittskarte für den Höhepunkt: die Auktion am Freitag, 16. März, ab 18 Uhr im "himmel + erde". Die Räume erhalten die Sor optimisten kostenlos, auch Auktionator Carsten Kock von Radio Schleswig-Holstein ist ohne Entgelt dabei. Mit dem Erlös den Hospizdienst zu fördern, "war für uns eine Herzensangelegenheit", sagt Marita Schwenck. Denn die Sor optimisten als internationales Netzwerk berufstätiger Frauen unterstützen mit ihren Projekten Kinder und Frauen. Die Aktion wurde bewusst beschränkt, was Künstler und Geschäfte anging, doch über eine regelmäßige Wiederholung, wenn auch nicht jährlich, wird bereits nachgedacht: Je nachdem, wie gut es jetzt laufe.
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