Wewels-Rock-City Festival

Drei Tage Rockrausch im Störstadion

24. August 2010 | 04:50 Uhr | Von E. Bertschies

Newcomerband "Liza23"

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Wewelsfleth. 14 hochkarätige Bands sorgten mit abwechslungsreicher Musik für ausgelassene Stimmung bei der vierten Auflage des Wewels-Rock-City Open-Air-Festivals. Zwei Tage lang verwandelten mehrere hundert Besucher das Wewelsflether Störstadion in eine Festwiese. Auf Wunsch vieler Zuschauer waren in diesem Jahr erneut die vier Instrumentalisten der Gruppe "Peto" aus Hohenaspe mit dabei. Diese übernahmen mit ihrer Ska und Reggae lastigen Gute-Laune-Musik und zwei neuen, weiblichen Bandmitgliedern den musikalischen Auftakt am Freitag. "Es war absolut genial. Wir durften sogar auf der großen Bühne spielen", zeigte sich Gitarrist Lars Hauschildt beeindruckt.

Nach wechselnder Musik von der Haupt- und Nebenbühne betrat gegen 21 Uhr der Headliner des ersten Veranstaltungstages die mit professioneller Ton- und Lichtausrüstung ausgestattete Hauptbühne. "Pinboys", so der Name des dänischen Rock-Quartetts, heizte dem Publikum gehörig ein. Das die Musiker um Sängerin Anne Lastrup über reichlich Bühnenerfahrung verfügen wurde schnell deutlich. "Die sind echt klasse", freute sich unter anderen Festivalbesucher Oliver Haack aus Wilster.

Für reichlich Gelächter sorgte im Anschluss die Heider-Gruppe "NOGGE". Mit bekannten Klängen hochkarätiger Rock-Hits, aber ganz eigenen Texten und einem Hamburger Dialekt in der Stimme von Sänger Norbert Jasper, zauberten sie nicht nur so manch ein Lächeln in das eine oder andere Gesicht, sondern entlockten hier und da ein herzhaftes Lachen.

Die Überraschung des zweiten Veranstaltungstages war das punkige Chaos-Trio "KellerChaos" aus Preetz. Die drei Girlies Jana (Gesang, Gitarre), Rieke (Bass, Gesang) und Lena (Drums) strotzten vor Selbstbewusstsein und zogen das Publikum vor der Nebenbühne mit Eigenkompositionen in ihren Bann. Die Rufe nach Zugaben blieben auch bei der Nachwuchsband nicht aus. Für die 2009 zur besten Newcomerband Bayerns gewählten Gruppe "Liza23" war es der erste Auftritt im hohen Norden.

Mit dem Charme der drei weiblichen Bandmitglieder und ihrem melodisch-punkigen Indie-Pop stießen die Musiker aus dem Süden auch hierzulande auf offenen Ohren. Der Lokalmatador "Yupiter Crásh" und "Eigensinn" aus Stuttgart überzeugten mit härteren Klängen. Doch auch sie hatten einige Balladen im Repertoire.

"Wir sind absolut zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung. Natürlich gibt es das eine oder andere, woran wir noch arbeiten müssen und auch arbeiten werden", erklärte Andrea Giese. Sie war Veranstalter gemeinsam mit Rolf Hesse, Florian Rossbach, Thomas Baade, Beni Oster und Stephan Klose. "Es ist wirklich schade, dass dieses Festival zur gleichen Zeit wie das Dithmarscher Rockfestival stattfindet", so der einzig wirkliche Kritikpunkt, der dem Publikum zu entlocken war.

Auch der WRC-Gottesdienst mit Pastor Jens Siebmann und das anschließende Konzert des Blasorchesters Wewelsfleth fand seine Anhängerschaft am Veranstaltungssonntag und rundete das diesjährige Festival ab.


 

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