SYLTER RUNDSCHAU
Verkaufsoffener Sonntag
Kürzer einkaufen am Sonntag?
Sylt. Im Streit zwischen Kirchen und Wirtschaft um die Bäderregelung steht ein neuer Vorschlag im Raum (wir berichteten). Der beinhaltet, den Sonntagsverkauf auf Orte mit einer bestimmten Tourismus-Intensität, sowie auch die Öffnungszeiten und das Warenangebot zu beschränken.
Auf Sylt wäre der Verkauf an Sonntagen demnach von März oder April (statt bisher Mitte Dezember) bis Ende Oktober für jeweils fünf oder sechs Stunden (statt bisher acht Stunden) erlaubt. Außerdem dürften nur noch Waren des täglichen Bedarfs verkauft werden.
Karl-Max Hellner, Vorsitzender des Vereins Sylter Unternehmer, geht dennoch davon aus, dass sich für touristische Zentren wie Sylt letztlich nichts ändern wird. Viele Sylter Geschäfte hätten sonntags ohnehin nur sieben Stunden geöffnet. Viel kleiner dürfte das Zeitfenster allerdings auch nicht werden, denn "für Mitarbeiter vom Festland lohnt es sich nicht, für fünf Stunden auf die Insel zu kommen."
Pastor Christoph Bornemann hält Sonn- und Feiertage zwar grundsätzlich für "schützenswerte Güter", es gäbe aber besondere Bedingungen, denen man Rechnung tragen müsse. Er glaube nicht, dass die Leute statt einzukaufen in die Kirche gehen. "Da sind wir auf dem völlig falschen Dampfer." Sowohl er als auch die Sylter Unternehmer plädieren darum dafür, die bisherige Regelung beizubehalten.
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Aus dem Polizeibericht








