SYLTER RUNDSCHAU
Hörnum
K.o.-Tropfen beim Sunset-Cruise auf Sylt?
Hörnum. Um 19 Uhr begann die Schiffs-Fahrt ab dem Hörnumer Hafen, die Rückkehr war für 23.30 Uhr geplant. Eine 30-jährige Frau musste nach Polizeiangaben bereits um kurz nach 23 Uhr von Bord gebracht werden. Sie war stark alkoholisiert und nicht ansprechbar. Aufgrund der Situation und von Zeugenaussagen, vermuteten die Beamten, dass ihr möglicherweise jemand K.o.-Tropfen in ein Getränk gemixt hat.
Nachdem die "Adler VI" wieder im Hafen lag, ging es einer 40-jährigen Frau, ebenfalls schlecht. Beide wurden in die Nordseeklinik eingeliefert und über Nacht behandelt. Urin- und Blutproben werden jetzt auf chemische Substanzen hin untersucht. Das Ergebnis wird aber frühestens in acht Wochen vorliegen. "Es gibt Fälle von Beimengung so genannter K.o.-Tropfen. Diese werden meist gezielt eingesetzt und nicht wahllos irgendjemandem ins Glas geschüttet. Bei jeder öffentlichen Veranstaltung sollte man sein Glas im Blick behalten und nicht ohne Aufsicht stehen lassen", rät Kripo-Chef Ralf Stolle.
Partygäste bekamen nur wenig von den drei Rettungseinsätzen mit
Kurz nach dem Abtransport der Frauen, brauchte ein angetrunkener 27-Jähriger Hilfe. Dieser hatte versucht, mit einem beherzten Sprung vom Pier auf das Deck des Schiffes zu gelangen. Dabei verletzte er sich am Bein, so dass er ebenfalls in die Nordseeklinik gebracht werden musste.
Die Partygäste der "Adler VI" bekamen nur wenig von den drei Rettungseinsätzen in der Nacht mit. "Adler"-Reeder Sven Paulsen erklärte gegenüber der Sylter Rundschau, dass nach den Vorfällen vom Sonnabend darüber nachgedacht werde, im nächsten Jahr zur selben Veranstaltung zusätzliche Security-Leute einzusetzen. Das "Sunset-Cruise"-Event startet seit drei Jahren von Hörnum aus - passend zum Hafenfest terminiert.
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Aus dem Polizeibericht









