DER INSELBOTE

 

Föhr / Amrum

1,8 Millionen Passagiere auf den Insel-Fähren

09. Januar 2013 | 06:30 Uhr | Von psz


Während der Saison herrschte Hochbetrieb im Fährverkehr zwischen Dagebüll und den Inseln  Föhr und Amrum. Foto: fu

Während der Saison herrschte Hochbetrieb im Fährverkehr zwischen Dagebüll und den Inseln Föhr und Amrum. Foto: fu

WDR zieht positive Jahresbilanz. Probleme mit den Seiteneinstiegen bald behoben?

Föhr / Amrum. Die Rekordmarke aus dem Jahr 1993 mit 2,2 Millionen beförderten Passagieren blieb erneut unerreicht. Dennoch ist Geschäftsführer Axel Meynköhn mit dem Jahresergebnis der Wyker Dampfschiffs-Reederei (WDR) zufrieden: Knapp 1,78 Millionen Menschen wurden in den vergangenen zwölf Monaten transportiert sowie 290 000 Autos und 36 000 Lastwagen. Damit wurde das Niveau des Vorjahres annähernd erreicht.

Positiv stellt sich unter dem Strich auch der Hallig-Verkehr dar. 76 438 Gäste wurden befördert; dem mit 5326 Beförderungen leicht rückläufigen Auto-Transfer steht ein Anstieg im Lastwagenbereich mit 1013 transportierten Fahrzeugen gegenüber.

Für den WDR-Chef, der für die Zeit von Mitte der 1990er-Jahre bis heute eine Stagnation auf hohem Niveau konstatiert, sind das "akzeptable Zahlen". Möglichkeiten, die Nachfrage zu beeinflussen, sieht Meynköhn nicht. Ob Werbe-Aktionen oder Gutscheine für einen reduzierten Fahrpreis, alles sei in der Vergangenheit versucht worden - ohne Erfolg. "Die Leute sind in diesem Bereich nicht preissensibel", weiß er aus Erfahrung. Daran werde sich auch durch einen möglichen Wettbewerber nichts ändern. Auch der werde keine einzige zusätzliche Fahrt generieren.

Während die Fahrgastzahlen auf der Verbindung Dagebüll-Föhr nach einem leichten Anstieg im Vorjahr rückläufig sind, entwickeln sich jene auf der Fährlinie nach Amrum im zweiten Jahr positiv. Ein Grund dafür: Amrum sei bei weitem nicht so abhängig von Tagesausflüglern wie Föhr, wo sich schlechtes Wetter unmittelbar auf die Bilanz auswirke, erläuterte der WDR-Geschäftsführer.

Das insgesamt positive Fazit wird für Meynköhn auch durch den neuerlichen Ausfall der Seiteneinstiege während der Weihnachtsfeiertage und des Jahreswechsels nicht geschmälert. Ärgerlich sei dies hingegen für die Fahrgäste - vor allem vor dem Hintergrund, dass die Trennung von Personen und Kraftfahrzeugen positiv angenommen werde. Aufgrund der Witterung war es zu Ausfällen am Wege-Messsystem der Einstiege in den Häfen gekommen: Erkennt der Zentralrechner Unstimmigkeiten beim Heben und Senken der Plattform, schaltet sich die Anlage ab. "Hafenbetreiber und Bauunternehmer kennen die Ursache", ist Meynköhn zuversichtlich, dass das Problem noch in diesem Monat behoben werden kann.


 
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