SYLTER RUNDSCHAU
Zum Jubiläum: Auftritt mit der Wunschlistenband
Vorfreude auf den großen Auftritt mit dem Musiker Oliver Strempler (2. Reihe, 2.v. li. ): die von Kai Klint (2. Reihe, 1. v. li.) betreute "Wunschlistenband" der Lebenshilfe. Foto: knötzsch
Westerland. Für einen Moment lang ist es im Veranstaltungsraum der Lebenshilfe Sylt so still, dass man tatsächlich fast die sprichwörtliche Stecknadel fallen hören könnte. Doch dann bricht auf einmal lauter Jubel aus. Einige der im einheitlichen blau gekleideten Lebenshilfe-Bewohner klatschen, andere recken erfreut ihre Arme in den Himmel. "Das bringt richtig Spaß", freut sich Fiete und Carsten pflichtet bei: "Das wird eine Mords-Gaudi."
"Ihr seid an diesem Abend die Hauptattraktion - und anschließend singe ich dann auch noch ein wenig", hatte der Sylter Musiker Oliver Strempler den beiden sowie sechs weiteren behinderten Lebenshilfe-Bewohnern, die unter der engagierten und sensiblen Leitung von Kai Klint als "Wunschlistenband" gemeinsam Musik machen, soeben erklärt, was am kommenden Sonnabend, 21. November auf sie wartet: dann nämlich veranstaltet Strempler, der bereits seit März 2009 inselweit sogenannte Wunschkonzerte absolviert, ab 20 Uhr (Einlass: 19.30 Uhr) im Alten Kursaal in Westerland ein Benefizkonzert zugunsten der Lebenshilfe. Karten dafür Vergibt es zum Preis von zehn Euro bei allen Sylter Vorverkaufsstellen.
"Irgendwann im Oktober habe ich festgestellt, dass bald mein 50. Wunschkonzert auf dem Plan steht", berichtet Strempler , "nachdem ich in diesem und im letzten Jahr auf dem Sommerfest der Lebenshilfe die Herzlichkeit und Lebensfreude der Bewohner miterlebt habe, war mir sofort klar: Ich mache zum Jubiläum ein Wunschkonzert außerhalb der Saison für alle Sylter, die ja sonst kaum Veranstaltungen besuchen können, und wir tun gemeinsam etwas Gutes, indem wie die Wunschlistenband unterstützen."
Gesagt, getan: Strempler suchte und fand sowohl Sponsoren als auch einen Veranstaltungsort - und nach Rücksprachen mit Kai Klint und Lebenshilfe-Geschäftsführer Oliver Marco Pohl war schnell klar: auch die Lebenshilfe-Musiker selbst sollen ein Teil des Abends sein. Teil eines Abends, an dem Strempler auf "mindestens 150 Besucher" hofft: "Am liebsten wären mir natürlich noch viel mehr. Wir wollen schließlich viel Geld einnehmen, mit dem für die Wunschlistenband dann im Anschluss Materialien und Instrumente finanziert werden können."
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