HUSUMER NACHRICHTEN
Nicht ungerupft nach Berlin
Nordfriesland. Der 46-jährige Morsumer Ingbert Liebing kam genauso wie die CDU im Wahlkreis Nordfriesland/Dithmarschen-Nord aber nicht ungerupft davon. In den 258 Stimmbezirken zwischen List und Heide fuhren die Christdemokraten und ihr Kandidat 5,2 bzw. 4,8 Prozent weniger Stimmen ein als vor vier Jahren (von 41,7 bzw. 47,9 auf 36,4 bzw. 43,1 Prozent).
Das reichte aber immer noch, um Herausforderer Hanno Fecke (47) von der SPD deutlich in Nordfriesland und dem Nord-Teil des Nachbarkreises auf Distanz zu halten. Die Verluste, die die Sozialdemokraten und ihr Kandidat aus Mildstedt hinnehmen mussten, bewegten sich bei über elf Prozentpunkten im Vergleich zur Bundestagswahl von 2005 (von 36,2 auf 24,5 sowie von 39,8 auf rund 28 Prozent).
Ganz anders die FDP. Die Liberalen setzten zum Höhenflug an und landeten bei 17,2 Prozent der Zweitstimmen (2005: 10,1). Auch die beiden anderen "kleinen" Parteien können sich als Sieger fühlen. Die Grünen gewannen 11,3 Prozent der Wähler für sich. Vor vier Jahren waren es 6,2 Prozent. Die Linke steigerte ihren Anteil von 3,9 auf 6,7 Prozent. Andere Parteien spielten keine Rolle - am stärksten setzten sich noch die Piraten mit 1,7 Prozent in Szene. Die Wahlbeteiligung lag bei 72 Prozent (2005: 77,9 Prozent). Nur 134 671 der 186 996 Stimmberechtigten gingen in die Wahllokale.
Lust auf mehr? Die Sylter Rundschau jetzt
2 Wochen kostenlos testen.





