SYLTER RUNDSCHAU
Gelungene Neuauflage der Sylter Gastro-Messe
Westerland. "Familiär" - dies war das Wort, das in Bezug auf die Neuauflage der Sylter Gastro-Messe am häufigsten zu hören war. Wobei "familiär" bei rund 100 Ausstellern relativ ist. "Im Vergleich zu einer großen Messe wie der Internorga kennt man hier fast alle Besucher", erklärte Thomas Cornehl von der Firma Ghast-Abrechnungssysteme aus Morsum. Man müsse so auch nicht gleich für eine ganze Woche auf eine Messe fahren, um einen großen Kundenkreis zu erreichen. Und es sei schön, sich mal nicht in Husum, sondern direkt auf der Insel treffen zu können.
Damit das so auch klappte, hatten die Organisatoren die Messe absichtlich nicht aufs Wochenende gelegt. "Am Montag haben die meisten Gastronomiebetriebe geschlossen und so haben die Mitarbeiter die Möglichkeit, hierher zu kommen", erläuterte Stefan Gerner vom Weinhandel Ipsen. Denn die Messe richte sich nur an Fachbesucher. Ursprünglich war eine reine Weinmesse geplant - "und dann hat das so eine Eigendynamik entwickelt", so Gerner. Zu Wein gehöre auch Wasser, und dessen Hersteller wollten gerne auch ihre Limonaden präsentieren... Von da war der Schritt nicht mehr weit zu einer Gastromesse, allerdings mit dem Schwerpunkt Wein. Allein 28 Aussteller hatten sich den edlen Tropfen verschrieben.
Wer nicht nur die aktuellen Weine verkosten, sondern auch sein theoretisches Wissen auffrischen wollte, der konnte das bei einem von insgesamt 14 Workshops machen. "Wir bieten hier ein breites Themenspektrum an", sagte Ger ner. "Dabei richten wir uns sowohl an Weinfachleute als auch an Neulinge, etwa Auszubildende." Und so gab es Seminare zu den neuesten Trends bei Mixgetränken, zum Weinservice am Tisch und zur Geschichte des Champagners genauso, wie Erläuterungen zu Eigenarten verschiedener Rebsorten und Anbauländer. Weine im Süden Portugals, verriet Nikolaus Kramer vom Winzer Herade dos Lagos, werden bereits ab Mitte August gelesen. "Durch die Hitze sind die Trauben früher reif. Danach werden sie nur rosinig-schrumpelig."
Am Ende des Tages waren rund 400 Besucher dem Ruf zur Gastro-Messe gefolgt. "Mit der Zahl bin ich zufrieden, imerhin gibt es auch etwa 400 gastronomische Betriebe auf Sylt", zog Organisator Stefan Gerber Bilanz. "Die Stimmung bei Ausstellern und Besuchern war sehr gut. Und eine Fortsetzung der Gastro-Messe wird es auf jeden Fall geben." Sicher sei dann aber: "Da lassen wir uns mehr Zeit für die Vorbereitungen." Sechs Wochen waren dann wohl doch zu stressig.
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