SYLTER RUNDSCHAU

 

Westerland

Funsporthalle am Aquarium: Noch ist nichts passiert

26. Januar 2011 | 04:50 Uhr | Von Ulrike Bergmann

„Weniger Playstation, mehr skaten“: Die Sylter Bent (13), Justin (14) und Michel (13) wünschen sich eine Funsporthalle. Foto: Bergmann

Sylt. Eröffnung im Frühjahr 2011. Vor zehn Monaten stellte Architekt Fritz Mannewitz (Hannover/Kampen) seine Pläne für den Anbau einer Funsporthalle an das Westerländer Aquarium vor. Damals sagte er, das Projekt befände sich auf "Workshop-Ebene", Diskussionen über den genauen Standort, Funktionen der Halle und so weiter sollten folgen, eine Eröffnung könne aber im Frühjahr 2011 stattfinden.

Passiert ist seitdem allerdings nichts. Von Seiten der Gemeinde heißt es, dass die Aquarium-Eigentümer wohl kein Geld für Investitionen hätten. So ruhe zurzeit beispielsweise die Rückzahlung der vom Tourismus Service vorgestreckten Planungskosten des 2004 eröffneten Unterwasserzoos in Höhe von rund 350 000 Euro.

Mannewitz dagegen sagt, er warte auf eine Nachricht der Betreiber und auf einen Termin für die weitere Planung: "Gerade weil das Konzept Aquarium nicht aufgeht, muss dort etwas passieren, was beispielsweise die riesige Gastronomiefläche in dem Gebäude belebt und die Betriebskosten senkt." Letzteres könne dadurch geschehen, dass Funktionsflächen (Eingangsbereich, Toiletten...) zusätzlich durch Besucher der Funsporthalle genutzt würden.

Paul Morzynski, Sprecher der Investorengruppe, die das Aquarium unterhält, geht das etwas zu schnell: "Wir haben gerade erfolgreich darum gekämpft, den Bestand des Aquariums zu sichern, was unter den alten Konstruktionen fraglich war. Aber wir haben es geschafft." Erst im Oktober habe man die "seriöse Entschuldung" unter Dach und Fach gebracht. Deshalb könne man jetzt erst anfangen, über Attraktivitätssteigerungen, "beispielspielsweise eine Funsporthalle" nachzudenken. "Aber dafür müssen erst Gespräche geführt werden." Die will er in den nächsten Wochen aufnehmen.

Beim ISTS, dem das Aquarium-Grundstück gehört , sagt Geschäftsführer Peter Douven: "Ich gebe einer Funsporthalle an dem Standort wenig Chancen, weil sie nicht zur Belebung des Aquariums beitragen würde."


 

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