SYLTER RUNDSCHAU
1. Sylt-Triathlon
Dirk Petersen Zweiter: Sylter Erfolg beim Triathlon
Dirk Petersen beim Zieleinlauf: Der Sylter wurde Zweiter in der Jedermann-Distanz. Foto: Steur
List. Nass geschwitzt aber strahlend läuft Dirk Petersen über die Ziellinie und holt sich Platz zwei in der Jedermann-Distanz. Über 1 000 Zuschauer begrüßten den Athleten mit lauten Rufen und viel Applaus. 57:37 - mit seiner Zeit war der Sylter zufrieden. "Ich habe es richtig genossen", sagt er. Mit einem Becher Wasser in der Hand blieb er noch lange am Zielbereich stehen und feuerte seine Freunde an, die ebenfalls mitgelaufen waren - beim 1. Sylt-Triathlon, der gestern in List statt fand.
Ironman-Weltmeister Faris Al-Sultan ließ die Konkurrenz auf der Olympischen Distanz wie erwartet hinter sich und kam nach 2 Stunden, 10 Minuten und 44 Sekunden am Lister Hafen an. "Es fühlt sich einfach immer gut an, wenn man gewinnt", lachte er. Die Beine haben ihm weh getan "nach der Fahrt mit dem Rad auf der Rumpelstrecke". Die Ausschilderung und die Anweisungen der Helfer haben für eine Erstauflage eines solchen Triathlons gut geklappt, lobte der 33-Jährige. "Die Schafe auf der Laufstrecke waren irgendwie lustig und ich werde mich lange an sie erinnern."
Tanja Bösenberg reckte bei jedem ankommenden Läufer den Hals. "Ich warte auf meinen Freund Timo Hansen", erklärte die Sylterin. Beim Wechsel vom Radfahren auf die Laufstrecke habe sie ihn kurz gesehen. "Jetzt muss er nur noch gleich an uns vorbei ins Ziel laufen."
184 Sportler waren am Sonntagvormittag in List auf der Triathlon-Strecke unterwegs. Lediglich einen kleinen Radunfall hat es gegeben - laut den Organisatoren ein Fahrfehler. "Wir sind sehr zufrieden mit dem Verlauf", bilanzierte Organisator Ingo Kutsche. Die Schaulustigen beim Schwimmstart und im Hafen hätten hervorragend für Stimmung gesorgt. "Und die dichte Wolkendecke am Morgen hat sich pünktlich zu 10 Uhr verzogen und echtem Bilderbuchwetter Platz gemacht." Für zwei junge Männer war der Triathlon vorbei, noch ehe es richtig losging: Stephan Rugen und Christian Till waren am Morgen um 5 Uhr in Flensburg in den Zug eingestiegen, um nach List zu fahren. "Wegen des Streiks bei der NOB saßen wir dann über zwei Stunden in Husum fest und kamen zu spät zum Start der Jedermänner", erklärte Rugen. Sie hoffen auf eine Neuauflage im nächsten Jahr.
Die Zuschauer an der Wechselzone auf dem Hafenparkplatz bekamen die Athleten häufig zu sehen: Die ersten kamen etwa 25 Minuten nach dem Schwimmstart angejoggt. Raus aus der Neoprenhose, Sonnenbrille und Helm auf, das Fahrrad aus dem Ständer heben und weiter ging es auf die Radstrecke. Einige Sportler schienen kaum etwas um sich herum wahrzunehmen, andere winkten fröhlich. Favoritin Sandra Wallenhorst rief ihren Fans "Tschüss bis gleich" zu, als sie aufs Rad stieg. Die Moderatoren Dirk Werk und Till Schenk hielten die Zuschauer am Hafen auf dem Laufenden, was auf den einzelnen Strecken passierte. "Kilometer 18 auf der Radstrecke Olympische Distanz: Faris Al-Sultan an erster Stelle, Jan Raphael dicht hinter ihm und dann nach einer kleinen Lücke, Tim Lange."
Als es hieß, gleich kämen die Gewinner der Jedermann-Disziplin im Ziel an, strömten die Besucher von der Wechselzone ein paar Meter weiter an die Absperrgitter für den Zieleinlauf. Bei lauter Partymusik feierten die Fans erst sich selbst und dann mit den Triathleten, die nach und nach einliefen.
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