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Investitionen

WDR stockt auf: Super-Fähre für das Wattenmeer

01. September 2008 | 03:02 Uhr | Von djs

Diese Foto-Realisation zeigt, wie die neue WDR-Fähre aussehen wird, die 2010 in Dienst gestellt werden soll.

"Es geht nicht darum, einfach ein altes Schiff gegen ein neues auszutauschen", sagt Axel Meynköhn, Chef der Wyker Dampfschiffs-Reederei (WDR). Er will ab 2010 eine neue Doppelend-Fähre zwischen Dagebüll, Föhr und Amrum fahren lassen.

Wyk. Fast 14 Jahre ist es her, seit die Wyker Dampfschiffs-Reederei (WDR) den letzten Neubau in Auftrag gegeben hat, es war der 27. seit der Gründung 1885. Deshalb trägt das neueste Projekt die schlichte Bezeichnung "Neubau Nr. 28". Maximal 18 Millionen Euro würde die Neuanschaffung, eine so genannte Doppelend-Fähre, kosten, der die Gesellschafterversammlung nun mit großer Mehrheit zustimmte.

"Wenn alles glatt geht, könnte das Schiff Mitte 2010 in Dienst gestellt werden", hofft WDR-Geschäftsführer Axel Meynköhn, der nun zusammen mit dem Aufsichtsrat freie Hand hat, den Neubau in Auftrag zu geben. Welche Werft das Schiff bauen wird, wollte Meynköhn noch nicht verraten, denn der Vertrag wird erst in den "nächsten vier Wochen" unter Dach und Fach sein. Allerdings deute derzeit alles auf einen ausländischen Anbieter hin.

Nicht nur Alt gegen Neu

Doch ging es dem WDR-Chef nicht nur um die Verbesserung der Inselversorgung, der sich die WDR seit nunmehr 123 Jahren stellt. Und auch nicht darum, "einfach ein altes gegen ein neues Schiff auszutauschen". Vielmehr sollten die Gesellschafter einem ganzen Projekt ihren Segen geben. Denn den "Neubau Nr. 28" werden seine Passagiere über einen Seiteneinstieg erreichen und verlassen. Dies ermöglicht, dass das Deckshaus auf dem Fahrzeugdeck den zwei Meter breiten "Koffergang" entbehrt. Mithilfe einer geringfügigen Verbreiterung des Schiffes kann so eine fünfte Fahrzeugspur entstehen.

Zudem wird die neue Fähre sieben Meter länger, so dass bei jeder Fahrt 25 Pkw mehr mitgenommen werden können - bei annähernd gleichen Betriebskosten und Personal, wie etwa bei der "Nordfriesland" oder der "Rungholt", die zusammen mit der "Uthlande" und phasenweise der kleinen "Amrum" derzeit den Dienst zwischen Dagebüll, Föhr und Amrum versehen.

Extra-Rampe für Fußgänger

Grundlage hierfür ist, dass in den drei Häfen entsprechende Seiteneingänge erstellt werden. Nachdem Wyk und Dagebüll bereits grundsätzlich ihre Bereitschaft gezeigt haben, wird nun erwartet, dass man sich auf Amrum dem Fortschritt nicht verschließt. Ein weiterer Aspekt ist die zunehmende Sicherheit. Derzeit verlassen die Fußgänger das Schiff vor den Pkw über die selbe Rampe. Danach kreuzen sich jedoch häufig die Wege. Dies werde zumindest im Wyker Hafen in Zukunft ausgeschlossen, da der neu zu erstellende Seiteneinstieg an "Brücke 3" gebaut werde. Von dort können die Fußgänger den Hafen sicher verlassen, ohne überhaupt eine Straße überqueren zu müssen.

Für zufriedene Gesichter bei den rund 200 Gesellschaftern sorgte Meynköhn mit seinem Lagebericht. 1,77 Millionen Passagiere, 277.000 Pkw sowie 37.000 Lkw bedeuteten Steigerungen in allen Bereichen. "Wirtschaftlich ist die WDR gesund und stabil aufgestellt", fasste der Reederei-Chef zusammen. Um angesichts steigender Kosten die Produktivität in den Kerngeschäftsfeldern weiter zu verbessern, plant die WDR in den kommenden Jahren Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe.


 

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