SYLTER RUNDSCHAU
Sylter Radio stieß bei Medienrat auf taube Ohren
Sylt. Das Daumendrücken für das geplante Söl'ring Radio hat nicht gereicht: vorerst wird es kein eigenes Radioprogramm für die Insel geben. Bei der Vergabe von UKW-Frequenzen entschied sich der Landesmedienrat am Mittwoch gegen einen Zuschlag für die Sylt-Funk Mediengesellschaft.
"Das ist ein Schlag ins Gesicht. Wir sind unsagbar enttäuscht und können nicht nachvollziehen, wie man einer Insel wie Sylt derartig die Tür vor der Nase zuschlagen kann", erklärte Sylt-Funk-Macher Stefan Hartmann. Mit erfahrenen Partnern wollte der Keitumer Radiojournalist ein Programm auf die Beine stellen, das sich unter anderem in Kooperation mit der Söl'ring Foriining täglich zwei Stunden lang der friesischen Sprache und friesischen Themen widmen sollte.
Von der Entscheidung des Medienrates profitieren jetzt unter anderem der Offene Kanal Westküste auf Föhr, dem die UKW-Frequenz 96,7 zugewiesen wurde, sowie "Radio Öömrang" (Amrum), das eine temporäre Frequenz auf 88,1 MHz erhält, um während des Biikebrennens 2010 auf Sendung zu gehen. Außerdem erhielt die "TV Link new media" (Sylter Fernsehen) die Zulassung für ein Fernsehvollprogramm via Internet.
Sylt-Funk wird dennoch nicht aufgeben: "Viele Menschen haben uns ihr Vertrauen entgegengebracht, jetzt werden wir nicht den Kopf in den Sand stecken. Spätestens im Januar werden wir darüber beraten, ob wir mit einem Kabel- und Internetradio beginnen."
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