SYLTER RUNDSCHAU

 

Wattenmeer-Minister tagen auf Sylt

09. März 2010 | 06:50 Uhr | Von Martin Stralau

Von den Niederlanden bis nach Dänemark (siehe Schraffur) zieht sich das Wattenmeer.

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Sylt. Die Insel ist in der nächsten Woche Schauplatz eines herausragenden (umwelt-)politischen Ereignisses, das erstmalig in Schleswig-Holstein stattfindet. Wenn Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU, Foto) im Westerländer Congress Centrum am Donnerstag, 18. März, offiziell die 11. Trilaterale Wattenmeerkonferenz eröffnet, wird er dort auch seine Amtskollegen Gerda Verburg (Niederlande) und Troels Lund Poulsen (Dänemark) begrüßen dürfen. Für Deutschland endet mit der dreitägigen Veranstaltung (17. - 19. März) zugleich der Vorsitz dieses Gremiums, den es seit der letzten Tagung auf der niederländischen Insel Schiermonnikoog 2005 inne hatte.

Die Konferenz, die das erste Mal 1978 in Den Haag und seitdem alle zwei bis fünf Jahre stattfand, ist sozusagen das Kernstück der Trilateralen Wattenmeerkooperation zwischen den drei Anrainerstaaten Deutschland, Dänemark und Niederlande. Sie ist aus der Erkenntnis heraus entstanden, dass das Wattenmeer ein einzigartiger schützenswerter Lebensraum ist, der zudem eine grenzüberschreitende ökologische Einheit darstellt, deren Schutz koordiniert werden muss.

Gastgeber der Veranstaltung ist das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Neben einer Exkursion, die im Norden der Insel startet und die 130 Konferenz-Teilnehmer von der Ost- auf die Westseite führt, gibt es auch eine Besichtigung des Erlebniszentrums in List. Dessen Leiter Dr. Matthias Strasser weiß die Bedeutung der Konferenz zu schätzen: "Was die länderübergreifende Zusammenarbeit zum Wattenmeer angeht, ist sie das Nonplusultra, das höchste Gremium, was Entscheidungen trifft." Für das Zentrum sei es die einmalige Gelegenheit zu zeigen, wie das Thema Wattenmeer auf Sylt an die Menschen kommuniziert wird.

Ziel der Konferenz ist es, das weitere Vorgehen zum Schutz des Wattenmeeres zwischen den Staaten abzustimmen. Ein Schwerpunkt der Konferenz wird die Aktualisierung der "Gemeinsamen Erklärung" sein (regelt beispielsweise finanzielle Absprachen), die 1982 unterzeichnet wurde und Basis der Trilateralen Wattenmeerkooperation ist. Das Besondere an der Konferenz auf Sylt ist die Umgebung des Veranstaltungsortes selbst. "Frühere Trilaterale Wattenmeertagungen haben in Deutschland noch nie auf einer Insel stattgefunden, direkt am Watt", sagt der nordfriesische Bundestagsabgeordnete Ingbert Liebing (CDU), der sich extra für die Veranstaltung von der Politik in Berlin frei nehmen möchte.


 

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