SYLTER RUNDSCHAU

 

Nordfriesland

Über tausend Einsätze für "Christoph Europa 5"

27. Januar 2012 | 03:00 Uhr | Von sh:z

Mitten in die Stadt: Rettungshubschrauber im Einsatz Foto: Fligge

Bilanz der Rettungskräfte: 1230 Mal flog der Rettungshubschrauber "Christoph Europa 5" zu Rettungseinsätzen überall im Land - und nach Dänemark.

Niebüll. Im vergangenen Jahr startete der rot-weiße Hubschrauber "Christoph Europa 5" 1230 Mal zu Rettungseinsätzen im nördlichen Landesteil und in Nordschleswig. Damit blieb die Einsatzstärke auf dem hohen Vorjahresniveau (2010: 1284 Einsätze).

Im Notfall zählt jede Minute bis zum Beginn der klinischen Therapie: Je schneller etwa bei Herzinfarktpatienten mit einer Herzkatheter-Behandlung begonnen werden kann, desto größer sind die Überlebens- und Heilungschancen. Deshalb gehörten von Januar bis Dezember lebensgefährliche Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall zu den häufigsten Alarmierungsgründen von "Christoph Europa 5". Aber auch Patienten mit Brandverletzungen, Vergiftungen oder Krampfanfällen mussten notärztlich behandelt werden. Allein 394 Traumapatienten, die bei Verkehrs- oder Freizeitunfällen verletzt wurden, verdanken der Niebüller Besatzung schnelle medizinische Hilfe. Auch Kinder waren auf "Christoph Europa 5" angewiesen: 2011 versorgte die DRF Luftrettung von Niebüll aus 80 kranke oder verletzte Kinder.

87 grenzüberschreitende Einsätze

Im vergangenen Jahr leistete der Niebüller Rettungshubschrauber zu 60 Prozent Einsätze im Landkreis Nordfriesland, zu 23 Prozent Einsätze im Landkreis Schleswig-Flensburg, zu vier Prozent Einsätze in Flensburg und zu drei Prozent Einsätze im Landkreis Dithmarschen. Zwei Prozent aller Rettungseinsätze führten die Besatzungen von "Christoph Europa 5" in die Landkreise Steinburg, Segeberg, Rendsburg-Eckernförde, Pinneberg, Ostholstein sowie nach Neumünster und Kiel. Neben seinen Einsätzen im nördlichen Schleswig-Holstein wird der Hubschrauber auch für Rettungseinsätze in Süddänemark alarmiert. Grenzüberschreitend war die Besatzung 87 Mal in Dänemark im Einsatz.

Der an der Klinik Niebüll stationierte Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung ist täglich von 7 Uhr morgens bis Sonnenuntergang einsatzbereit. Innerhalb von 15 Minuten können seine Piloten, Notärzte und Rettungsassistenten Einsatzorte im Umkreis von 50 Kilometern erreichen. Im Bereich der Notfallrettung ist der Niebüller Hubschrauber häufig das optimale Rettungsmittel, denn er kann nicht nur den Notarzt innerhalb kürzester Zeit zum Patienten bringen, sondern auch den Patienten selbst transportieren.


 

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