SYLTER RUNDSCHAU

 

Bilanz 2011

Sylter Bank wächst weiter zweistellig

10. Februar 2012 | 04:50 Uhr | Von Jörg Christiansen

Zufriedene Direktoren: Thomas Bender und Michael Pietyra (v.l.). Foto: chr

Bilanzsumme stieg um 10,8 Prozent auf 267 Millionen Euro

Keitum. Der Erfolgskurs der Sylter Bank hat sich auch 2011 fortgesetzt. Im fünften Jahr nacheinander hat die kleine Genossenschaftsbank ihre Bilanzsumme im zweistelligen Bereich steigern können. Zum Ende des Geschäftsjahres 2011 lag die Bilanzsumme der Bank bei 267 Millionen Euro - was einer Steigerung um 26 Millionen Euro oder 10,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

"Wir haben auch 2011 wieder in allen Kerngeschäftsfeldern überdurchschnittlich zulegen können", verkündeten die beiden Vorstandsmitglieder Thomas Bender und Michael Pietyra bei der gestrigen Vorstellung des Geschäftsergebnisses. Die Grundlage des wirtschaftlichen Erfolges sehen sie zum einen im großen Kundenvertrauen in die konservative Geschäftspolitik, zum anderen im anhaltenden touristischen Erfolg der Insel und damit dem wirtschaftlichen Wohlergehen der Sylter Wirtschaft.

So sei die gute Bilanzsumme vor allem auf das lebhafte Kreditgeschäft (stieg um 14 auf 150 Millionen Euro) sowie die um zehn Millionen Euro gestiegenen Kundeneinlagen zurückzuführen. Seit 2007 (124 Mio.) ist das Anlagevolumen jedes Jahr im zweistelligen Bereich auf derzeit 194 Millionen Euro angewachsen. Wegen des niedrigen Zinsniveaus setzen die Kunden dabei zumeist auf Geldanlagen mit kurzen Laufzeiten. Pietyra: "Wir gehen weiterhin von einem niedrigen, kurzfristig sogar noch weiter sinkenden Zinsniveau aus." Im langsam wieder anziehenden Wertpapiergeschäft setzt die Bank vor allem auf Zertifikate mit Kapitalgarantie, der Umsatz betrug hier 27 Millionen Euro.

Von dem voraussichtlichen Jahresüberschuss von 3,5 Millionen Euro werden über zwei Millionen dem Eigenkapital zugeführt, der Generalversammlung wird der Vorstand wie in den Vorjahren die Ausschüttung einer sechsprozentigen Dividende vorschlagen. Mit einem haftenden Eigenkapital von derzeit 25,1 Millionen Euro erfüllt die Bank schon jetzt die erst ab 2016 geltenden gesetzlichen Vorschriften.

Einen anhaltend positiven Trend verzeichnet die über 55 Mitarbeiter (davon sieben Auszubildende) verfügende Sylter Bank auch bei der Mitgliederentwicklung. Die Zahl der Anteilseigener stieg im vergangenen Jahr um 274 auf 3 496 an. Trotz der sechsprozentigen Dividende sieht Pietyra eine Mitgliedschaft nicht als Geldanlage: "Es zeigt die Verbundenheit mit der Bank und den Wunsch, ein Stück weit mitzubestimmen."

Im April wird die Sylter Bank in List eine SB-Geschäftsstelle mit angeschlossenem Immobilienbüro eröffnen.


 

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