SYLTER RUNDSCHAU

 

Sylt-Quelle

Meerkabarett geht in die Verlängerung

03. September 2010 | 04:50 Uhr | Von Katja Zeidler

Abgebaut wird später: Meerkabarett-Leiter Joachim Wussow in der Eventhalle, die sich bald wieder mit Syltern und Gästen füllen soll. Foto: Zeidler

Rantum. In der Eventhalle der Sylt-Quelle wird Holz gesägt. Allerdings nicht für ein neues Bühnenbild. Nein, das Meerkabarett macht sich wetterfest. Denn auch wenn das Sommerprogramm mit den Auftritten von Jörg Knör zu Ende ging, ist noch längst nicht Schluss. Es gibt mehr Musik, mehr Comedy, mehr Fußball, bis in den Herbst hinein. Vorher muss jedoch noch manches Brett verbaut werden - es zieht nämlich. "Im Sommer hat das noch niemanden gestört", sagt Joachim Wussow, der Leiter des Meerkabaretts. Aber nun will er in diesem Jahr auch im September und Oktober Veranstaltungen auf die Beine stellen. Ein Experiment, das einfacher umzusetzen ist, seit die Bühnentechnik das ganze Jahr über in der Sylt-Quelle bleibt statt nur im Sommer.

20 000 Menschen zogen die knapp 50 Veranstaltungen in den vergangenen Monaten an - mehr als in den vergangenen Jahren. Ausverkauftes Haus bei großen Namen wie Eckart von Hirschhausen, Mirja Boes, Hagen Rether und Mike Krüger. "Manch anderen Künstler müssen wir auf Sylt erst noch etablieren", sagt Wussow über nicht ganz so gut besuchte Abende. Helen Schneider ist so eine Künstlerin. "Wir werden auf jeden Fall versuchen, sie wieder einzuladen." Auch LaLeLu, die ihr Sylt-Debüt gaben, würde Wussow gern wieder im Meerkabarett sehen, "aber die haben im nächsten Sommer schon viele Termine". Und dann war da noch Annett Louisan, um die man in Rantum mehrere Jahre gekämpft hat, bis sie in diesem Jahr kam. Joachim Wussow: "Es ist immer schön, neue Künstler zu sehen - und bei denen, die länger dabei sind, zu beobachten, wie sie sich entwickeln."

Nun gibt es Nachschlag: In den Herbstferien soll es fünf weitere Termine mit einer Mischung aus Musik und Humor geben, vier davon stehen bereits fest (siehe Info-Kasten). Und auch im Fußball gibt’s Verlängerung. Joachim Wussow erinnert sich gern an die Spiele der deutschen Nationalelf bei der Weltmeisterschaft in Südafrika, die live in Rantum übertragen wurden. "Da jubeln 800 Leute auf einmal oder sind vor Schreck ganz leise." Weil die Begeisterung so groß war, will Wussow jetzt testen, ob bei Länderspielen dasselbe Interesse an Public Viewing besteht: Wenn heute Abend in der Qualifikation für die Europameisterschaft 2012 Deutschland gegen Belgien kickt, können die Fans in der Eventhalle wieder mitfiebern, genauso wie Dienstag beim Spiel gegen Aserbaidschan.


 

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